Mit einem Produktionsrückgang von rund 900 000 Einheiten dürfte die Automobilproduktion in Europa im Jahr 2012 die Talsohle erreichen, erwarten die Branchenexperten der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC.

Bis 2014 werde  die Produktion in Europas Automobilfabriken voraussichtlich um knapp zwei Millionen auf rund 17,4 Millionen Pkw und Transporter steigen. Die weltweite Automobilproduktion werde auf 108 Millionen Einheiten im Jahr 2018 anwachsen.

,,Mit stabilen Wachstumsraten dürfen die Autobauer trotz der insgesamt positiven Aussichten nicht rechnen. Denn über allem schwebt weiterhin das Damokles-Schwert der Schuldenkrise,“. warntt Felix Kuhnert, Partner und Leiter des Bereichs Automotive bei PwC in Deutschland und Europa.

Die sogenannten Emerging Markets tragen den PwC-Prognosen zufolge über 80 Prozent des Wachstums in der Automobilproduktion bei, rund 40 Prozent gehen alleine auf das Konto des chinesischen Markts. Motor der Erholung in Europa wird einerseits der steigende Ersatzbedarf in Frankreich und Deutschland sei.

Andererseits dürften auch die Konsumenten in den Euro-Krisenstaaten in zwei Jahren wieder häufiger über den Kauf eines neuen Autos nachdenken als derzeit. In Italien beispielsweise ist der Pkw-Absatz zwischen 2007 und 2011 um 30 Prozent gesunken, in Spanien hat sich das Marktvolumen sogar halbiert.

Weltweit werden nach den Prognosen der PwC-Experten im Jahr 2012 rund 79,6 Millionen Pkw und Transporter aus den Werkshallen rollen – fast fünf Millionen Autos mehr als 2011.