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Fünf Digital Hubs gehen in Deutschland an den Start. Bild: BMWi

| von Pascal Nagel

Im Rahmen des letztjährigen IT-Gipfels hatte Bitkom-Präsident Thorsten Dirks die Einrichtung von digitalen Branchen-Hubs angeregt, um verschiedenste Player aus den jeweiligen Sektoren zusammenzubringen und gemeinsam an der digitalen Transformation zu arbeiten. Genau ein Jahr später sind diese Institutionen Realität: Auf dem Nationalen IT-Gipfel 2016 in Saarbrücken ist der Startschuss für die „Digital Hubs Germany“ gefallen.

„Jeder weiß inzwischen, dass die Digitalisierung alle Branchen grundlegend verändern wird – aber viele Unternehmen wissen nicht, wie sie die Digitalisierung konkret angehen können“, sagt Dirks. „Die heute vorgestellten ersten digitalen Hubs in Deutschland werden das ändern. Sie geben den Unternehmen Digital-Knowhow an die Hand: Es geht ums Machen, ums Ausprobieren.“

Aktuell gehen fünf Einrichtungen an den Start. In Frankfurt am Main befasst sich ein Fintech-Hub mit der Digitalisierung der Finanzbranche, Standorte in Dortmund und Hamburg haben die Logistik im Fokus. Um die Zukunft der Mobilität wird es in einem digitalen Hub in München gehen, in Berlin wiederum steht das Internet der Dinge im Mittelpunkt. Auf maximal zwölf soll die Zahl der Hubs in Zukunft anwachsen.

„Die digitalen Hubs sollen ein offenes, digitales Ökosystem bilden, in dem rund um unsere Leitindustrien Branchenriesen, Mittelständler und Start-Ups zusammen mit Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Kapitalgebern die digitale Transformation Deutschlands gestalten“, ergänzt der Bitkom-Präsident und fügt mit Blick auf das Silicon Valley hinzu: „In einem solchen Hub sollen künftig Vorstände von etablierten Unternehmen von Start-ups lernen können, ohne nach Kalifornien fliegen zu müssen.“