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Das CATI soll die neue „digitale Kompetenz“ im „Autoland Sachsen“ werden. Bild: TU Chemnitz/ Uwe Meinhold

| von Yannick Tiedemann

Die TU Chemnitz hat zum Jahresanfang ein eigenes Automobilforschungsinstitut gegründet. Das Chemnitz Automotive Institute (CATI) ist damit neben dem Center Automotive Research (CAR) an der Universität Duisburg-Essen, dem Institut für Automobilwirtschaft (IFA) an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Nürtingen-Geislingen und dem Center for Automotive Management (CAM) an der Fachhochschule der Wirtschaft Bergisch-Gladbach die vierte akademische Forschungseinrichtung, die sich gänzlich auf automobilwirtschaftliche Themen fokussiert.

„Das Chemnitz Automotive Institute will ein eigenständiges Profil entwickeln, das sich von den existierenden Instituten unterscheidet“, sagt Christoph Igel, Mitglied des Direktoriums von CATI. Den Forschern zufolge orientiere sich das Institut an dem „Gestaltungsbedarf der Automobilbranche“, der aus den drei großen Herausforderungen Internationalisierung, Innovation und demographischer Wandel resultiere. In dieser Hinsicht will das CATI auf den Gebieten Automobil-Wirtschaft, -Fabrik und -Logistik mit besonderem Augenmerk auf die Entwicklung und Erprobung sowie den Transfer von Prozessinnovationen forschen. Konkret stehen dabei Themen wie Digitalisierung der Produktion – insbesondere in der Zulieferindustrie -, Beschäftigungsauswirkungen der Internationalisierung der deutschen Automobilindustrie, Automatisierung in der Logistik sowie zukünftige Strukturen automobiler Wertschöpfung im Vordergrund.

Wie die anderen bereits etablierten Institute sucht auch das CATI den Praxisbezug und die Anknüpfung an die Branche. So sitzen in einem Ende letzten Jahres konstituierten Beirat unter anderem die Hersteller Volkswagen und Porsche sowie die Zulieferer Brose und Magnetto Automotive. Zudem wird das beratende Gremium durch den Verband der Automobilindustrie und das Automotive Cluster Ostdeutschland als institutionelle Branchenverbände sowie Vertreter verschiedener Institutionen angewandter Forschung ergänzt. „Wir sind stolz, dass es gelungen ist, einen solchen Kreis kompetenter Persönlichkeiten für unsere Idee des Chemnitz Automotive Institute zu begeistern“, so der Rektor der Technischen Universität Chemnitz Prof. Arnold van Zyl. Die Partner erwarten vom neu gegründeten Institut Unterstützung in den Bereichen Qualifizierung und Weiterbildung – gerade im Hinblick auf den Zukunftstrend Industrie 4.0.

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