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Der Autofrühling muss in diesem Jahr ohne die Leipziger AMI auskommen. Bild: AMI Leipzig

| von Pascal Nagel

Was bereits seitens mehrerer Medien berichtet wurde, ist wenig später nun offiziell: Die wird in diesem Jahr ausfallen. Dies teilten die Veranstalter Leipziger Messe und der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) mit. Grund seien zahlreiche Absagen durch Autohersteller in den vergangenen Tagen.

„Bis vor wenigen Tagen verzeichneten wir einen Anmeldestand auf dem Niveau der AMI 2014 und waren zuversichtlich, dass uns eine erfolgreiche Messe gelingen wird – obwohl wichtige Volumenhersteller nicht teilnehmen wollten und sich die Ausstellungsflächen deutlich reduziert hatten“, sagt Martin Buhl-Wagner, Geschäftsführer der Leipziger Messe. „In den vergangenen Tagen setzte jedoch eine beispiellose Entwicklung ein: Viele Pkw-Hersteller haben in kurzer Folge entschieden, ihre Messepräsenz zu stornieren. Dies lässt uns leider keine andere Möglichkeit, als in diesem Jahr auf die Ausrichtung der AMI zu verzichten.“

Offenbar ist es in den vergangenen Wochen zu einem regelrechten Domino-Effekt gekommen: Wie die Leipziger Messe mitteilt, waren Anfang Februar noch 22 Hersteller mit 27 Marken angemeldet. Innerhalb weniger Tage hätten 13 OEMs mit 17 Marken ihre Teilnahme storniert, heißt es. „Viele Pkw-Hersteller entwickeln zurzeit neue Vertriebs- und Marketingstrategien, die auch alternative Kommunikationskonzepte beinhalten. Aufgrund dieser Entwicklungen, des Fernbleibens von Mitbewerbern und der damit einhergehenden Verkleinerung der Ausstellungsfläche haben kurzfristig viele Hersteller ihr Engagement auf der AMI 2016 überprüft und entschieden die Teilnahme abzusagen“, so die Erklärung von VDIK-Präsident Volker Lange.

Trotz der Absage der AMI sollen die „new mobility 2016“, eine Fachmesse zur zukünftigen, verkehrsträgerübergreifenden Mobilität in vernetzten Infrastrukturen von Städten und Regionen, sowie der VDIK-Kongress „Alternative Antriebe“ wie geplant durchgeführt werden.