VW mit neuer Organisationsstruktur
| von Pascal Nagel

Die Marke Volkswagen hat ihre Organisation für die Fahrzeugentwicklung zum Jahresbeginn neu aufgestellt. Ab sofort werden die jeweiligen Kompetenzen, wie die Verantwortung für Technik, Qualität, Einhaltung der Kosten und Termine, in den vier Baureihengruppen „Small“, „Compact“, „Mid- und Fullsize“ sowie „Battery Electric Vehicles (BEV)“ gebündelt. „Wir stellen sicher, dass die unternehmerische Verantwortung für jedes Fahrzeugprojekt klar zugeordnet wird. Davon versprechen wir uns auch eine große Beschleunigung der Entwicklung“, erläutert VW-Markenchef Herbert Diess die Neuausrichtung.

Die Baureihengruppe „Small“ umfasst künftig Fahrzeuge wie den up oder den Polo. Auch kleine SUV sind geplant und werden dieser Gruppe zugeordnet. Verantwortet wird die Baureihengruppe von Klaus-Gerhard Wolpert, der seit 2010 das Produkt-Management der Marke Volkswagen und des Konzerns geleitet hat. „Compact“ umfasst sämtliche Modelle der Golf-Klasse und reicht von Kurzheck- über Stufenhecklimousinen und Kombis bis zu SUV. Die Leitung übernimmt Karlheinz Hell, zuvor seit 2014 Konzern-Einkaufsleiter für Elektrik/Elektronik bei Volkswagen.

Unter „Mid- und Fullsize“ fasst Volkswagen künftig Fahrzeuge vom Passat über den Sharan bis zum Touareg zusammen. Elmar-Marius Licharz, bisher Leiter des Produktcontrolling bei der Volkswagen AG für die Marke Volkswagen, übernimmt die Verantwortung für diese Baugruppe. Die Gruppe „BEV“ umfasst sämtliche batterieelektrische Modelle des OEMs, vom e-up und e-Golf bis zu kommenden E-Autos des Konzerns. Die Leitung übernimmt Christian Senger, der von Zulieferer Continental zu Volkswagen kommt. Er hat dort den Bereich Automotive Systems and Technology geleitet.

Die neue Struktur sieht auch den neu geschaffenen Bereich Strategie und Produkt vor, die dem jeweiligen Baureihenverantwortlichen zur Seite steht. Hier werden unter anderem die Definition von Laufzeiten und die Koordination wichtiger Produktereignisse verantwortet. „Wir sorgen damit für klare Strukturen und Verantwortlichkeiten, mit denen die Mitarbeiter mehr Zeit für ihre Kernaufgaben erhalten. Eigenverantwortung, Eigeninitiative und Teamgeist werden gestärkt“, so Diess.

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