Heißenberg:Burr

Marco Heißenberg und Günther Burr erklären Porsches Weg zur Produktion 4.0. Bild: Jonas Wresch

| von Yannick Tiedemann

Den Forumstag beschließt der Doppelvortrag von Dr. Günther Burr, Leiter Informationssysteme Fertigung, und Marco Heißenberg, IT-Management & Geschäftsprozesse Produktion bei Porsche. Die beiden IT-Manager zeigen, wie der schwäbische Sportwagenhersteller seine Produktion auf die Anforderungen der Industrie 4.0 umstellen will. Drei Dinge seien dabei wichtig: Die neuen Technologien brauchen einen gewissen Reifegrad, bevor sie implementiert werden. Dazu müssen sie einen gewissen Mehrwert liefern und sie sollen die Menschen in der Fertigung nicht ersetzen. „Wir stehen dabei nicht am Anfang der Digitalisierung, wir sind bereits in der Optimierungsphase,“ sagt Heißenberg.

Porsches Produktionssystem erfordere ein umfangreiches Prozessmodell für die Herstellung moderner Sportwagen wie dem Mission E. Dieses Modell soll weiterhin am Standort in Zuffenhausen gebaut werden, welches daher massiv ausgebaut werden muss – vor allem in Sachen Industrie 4.0. Im Kern steht auch beim schwäbischen OEM die Smart Factory. „Die Produktion 4.0 ist bei Porsche keine Revolution, sondern ein Prozess, der Schritt für Schritt stattfindet,“ betont Günther Burr. Voraussetzung dafür sei die Datendurchgängigkeit bis in die Shopfloor IT, die gerade bei den Schnittstellen von Logistik und MES-Systemen noch nicht überall gewährleistet sei, so Burr.

Anwendungsfälle der Industrie 4.0 werden bei Porsche zunächst in Vorstudien erprobt und später in konkreten Projekten umgesetzt. Sie zielen im Wesentlichen auf mehr Flexibilität und Ressourceneffizienz für die Porsche-Werke ab. Auf der technologischen Eben sollen entsprechende digitale Assistenzsysteme oder die Mensch-Roboter-Kooperation Mitarbeiter in der Fertigung unterstützen. „Unsere Vision sieht vor, dass sich der Arbeitsplatz der Zukunft ergonomisch an den Mitarbeiter anpasst“, erklärt Heißenberg.

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