| von Jürgen Wolff

Im November gab es schon mal die ausführlichen technischen Daten - jetzt zog Nissan auch die Tarnfolie von seinem gründlich überarbeiteten neuen Qashqai und zeigt ihn erstmals außen und innen ungetarnt. Auch die dritte Generation des Crossover wurde weitgehend in Nissans europäischen Design Center in London entwickelt, für die Technik zeichnet Nissans europäisches Technikzentrum im britischen Cranfield verantwortlich. Er baut auf der CMF-C-Plattform auf, die markenübergreifend von der Allianz aus Renault, Nissan und Mitsubishi genutzt wird.

Der neue Qashqai ist muskulöser gezeichnet als sein Vorgänger, mit schärferen Linien. Eine markante Falz zieht sich über die ganze Länge der Karosserie. Der Radstand ist um 20 mm länger geworden und beträgt nun 2.666 mm, in den Radkästen finden sich erstmals Reifen auf 20er Alufelgen. Auch ansonsten sind die Dimensionen des Qashqai leicht gewachsen: die Gesamtlänge um 35 mm auf 4.425 mm, die Höhe um 25 mm (1.635 mm) und die Breite um 32 mm (1.838 mm). Um die Sicht des Fahrers zu verbessern, wurde die Frontscheibe vergrößert, die A-Säulen konnten schmäler werden, weil die Seitenspiegel nun an den Türen montiert sind. Junge Eltern wird es freuen, dass sich die hinteren Türen jetzt um 85 Grad öffnen lassen, was das Handling mit Kindersitzen deutlich erleichtert.

Die Front wird dominiert vom verchromten V-Kühlergrill, den zwei schmale Lichtleisten mit Matrix-LED und langgezogenem Tagfahrlicht in Boomerang-Design flankieren. Nissan bietet den Qashqai in elf Karosseriefarben an, fünf Optionen gibt es für Zwei-Ton-Lackierungen.

Innen gönnt Nissan dem neuen Qashqai eine neue Ambientebeleuchtung. Auffällig der neue modisch kurze Schalthebel für die Automatik auf der Mittelkonsole. Aufgerüstet hat Nissan auch die Connected-Optionen, inklusive WiFi im Auto, umfangreichem Infotainment und Android Auto oder Apple CarPlay. Der Bildschirm ist in der Mitte des Armaturenbretts hochgewandert und auf 9 Inch gewachsen, das Kombiinstrument vor dem Fahrer ist komplett digital. Das optionale Head-up-Display gehört nun zu den größten im Segment. Für aktuelle Navigations-Karten und Verkehrsinformationen sorgt eine ständige Verbindung ins Web. Hinten ist der Knieraum um 28 mm gewachsen. Und auch über den Köpfen ist etwas mehr Platz: Der "Luftraum" wuchs um 15 mm. Größer fällt ebenfalls der Laderaum aus: Er wuchs gegenüber dem Vorgänger um 50 Liter. Ausgebaut hat Nissan beim Qashqai auch das Angebot an Assistenzsystemen.

Nissan wird den Qashqai mit zwei Motoroptionen produzieren. Da ist einmal ein 1,3-Liter-Benziner mit Mild-Hybrid-System und einem Leistungsangebot von 138 bis 155 PS. Die zweite Antriebsvariante hat Nissan "e-Power" getauft und ist im Grunde ein Elektromotor mit einem Benzinmotor als Range Extender. Das macht Reichweiten-Ängste obsolet. Angetrieben wird der Qashqai e-Power dabei über die Vorderräder und ausschließlich per Elektromotor, der auf eine Leistung von 187 PS kommt. Der Benzinmotor, der durchweg benzinsparend im optimalen Leistungsfenster läuft, treibt den Qashqai nicht selbst an, sondern sorgt bei Bedarf ausschließlich dafür, den Akku aufzuladen. Während in Japan ein 1,2-Liter Benzinmotor für die Aufladung sorgt, wird die europäische Version, die ab Ende Frühjahr 2021 bei den Händlern sein soll, von einem 1,5-Liter-Benziner gespeist.

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