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Präzise und schnell ist der neue Roboter-Greifarm, den Takata-Petri, Faude und Fraunhofer IPA entwickelt haben.

Der automatische ,,Griff in die Kiste“ wird zuverlässiger: Ein schnelles und prozesssicheres Greifersystem mit 3-D-Objekterkennung  haben Takata-Petri, Faude Automatisierungstechnik und Fraunhofer IPA entwickelt.

Ein Roboter, der schwere und komplexe Bauteile sicher und in wettbewerbsfähigen Taktzeiten aus chaotisch beladenen Behältern entnimmt, stellt die Industrieautomation vor besondere Herausforderungen. Der Automobilzulieferer Takata-Petri und seine Partner haben mit der neuen Lösung Neuland beschritten.

Das Greifersystem mit einem robotergeführten 3-D-Sensor und der neuesten Generation der Software ,,IPA BP3™ – BinPicking3d“  transportiert  ein bis zwei Kilogramm  schwere metallene Lenkrad-Skelette  ohne belastende Handarbeit und ohne aufwändige mechanische Vereinzelung zur Bearbeitung – im Dreischichtbetrieb und mit einer Verfügbarkeit von mehr als 98 Prozent. Den Roboter  lieferte  Kawasaki Robotics.

,,Unser patentiertes Objekterkennungsverfahren ist dank seiner offenen Schnittstellenarchitektur zu praktisch allen Roboter- und 3-D-Sensor-Systemen kompatibel“, erläutert Diplom-Ingenieur  Matthias Palzkill, Entwicklungsleiter am Fraunhofer IPA. Je nach Anwendung leiste das System mittlerweile die erforderlichen Rechenoperationen in 0,5 bis 2 Sekunden.

Um Roboterstillstände durch Kollisionen zu vermeiden, hat Faude einen Kollisionsschutz eingebaut. Der Laserscanner wurde mit einer ausgeklügelten Lösung in den Roboterarm integriert und kann sowohl Gesamtbilder der gefüllten Kiste aufnehmen als auch gezielt einzelne Teile ansteuern.

,,Es geht nicht um die Verdrängung des Menschen, sondern um die Zusammenarbeit von Mensch und Roboter“, stellt Geschäftsführer Dieter Faude klar. ,,Außerdem werden die Arbeitnehmerschutzbestimmungen in der EU immer schärfer“, ergänzt Matthias Palzkill und betont: ,,Innovative Prozessautomatisierung kann Produktionsstandorte und Arbeitsplätze in Europa sichern.“

Takata-Petri  mit Sitz in Aschaffenburg baut Insassenschutzsysteme und -komponenten wie Lenkräder, Airbags, Sicherheitsgurtsysteme, Elektronik/Sensorik oder Kindersitze. Die im Jahr 2000 von Takata übernommene Petri AG hat 1981 zusammen  mit Mercedes Benz den weltweit ersten Airbag gebaut. Faude  in Gärtringen (Baden-Württemberg) entwickelt Technologien für die Produktions- und Prozessautomatisierung.