Hinter den Kulissen der Brennstoffzellen-MobilitätBehind the scenes of fuel cell mobility

Ingenieure in Konstruktion und Entwicklung sollen bei ihrer Arbeit künftig von künstlicher Intelligenz unterstützt werden. Bild: Daimler

| von Werner Beutnagel

Ziel des Projektes sei es, die Digitalisierung des Produktentwicklungsprozesses mit großen, komplexen Datenmengen beherrschbar zu machen und Ingenieure so von zeitaufwändigen Routinetätigkeiten zu entlasten, heißt es bei Daimler. Bereits heute nimmt der Computer über numerische Simulationen dem Mitarbeiter komplexe Rechenvorgänge in Konstruktion und Entwicklung ab. Der Mensch müsse allerdings selbst noch die Ergebnisse beurteilen. 

Mit der Entwicklung der Künstlichen Intelligenz werde es denkbar, Expertenwissen in Rechnern zu hinterlegen und deren Entscheidungskriterien auf komplexe Simulationsergebnisse anzuwenden, heißt es. Das erklärte Ziel des aktuellen Forschungsprojekts AIAx ist es daher, durch Verknüpfung verschiedener mathematischer Verfahren eine Methodik für maschinelles Erlernen der Expertenbewertung zu entwickeln. Konkret: Computer sollen mit menschlicher Erfahrung gespeist werden, um verwertbare Einschätzungen geben zu können.

Ein Beispiel sind numerische Simulationen von Crashtests, die über den ganzen Prozess der Optimierung einzelner Produkte dokumentiert sind. Hier kann die Künstliche Intelligenz lernen und nachvollziehen, wie die erfahrenen Experten bei der Entscheidungsfindung und Optimierung vorgegangen sind.

Am Ende des dreijährigen Projektes soll eine Methode stehen, die für verschiedene Berechnungsverfahren im Maschinenbau anwendbar ist. Eine solche Methodik könne zur Schlüsseltechnologie im Rahmen der digitalen Transformation vieler Industriezweige werden, heißt es aus Stuttgart. Weitere Partner sind DYNAmore, Endress+Hauser, das Karlsruher Institut für Technologie, die Technische Universität Berlin und USU Software.