JT-Format in der Autoindustrie
| von Hilmar Dunker

für diese Schwierigkeiten diskutieren die Verantwortlichen ein übergeordnetes Dateiformat – ein Art „PDF“ für 3-D-Daten – das sogenannte „Jupiter Large Model Toolkit“. Ursprünglich hatten Hewlett Packard and Engineering Animation Inc. dieses „JT“-Format entwickelt. Heute erstellen alle CAD-Systeme aus den Konstruktionszeichnungen eine JT-Datei. Oder sie importieren JT-Daten für die weitere Verarbeitung. Diese ist dann der Standard für alle weiteren Konstruktionen. Alle Teile die als JT-Daten zusammenpassen, werden in der Realität – mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit – ebenfalls passen. Somit übernimmt JT die Verbindung und Verkettung aller Konstruktionsprozesse innerhalb eines Enigneering-Prozesses über alle eingesetzten CAD-Programme hinweg. Am Ende können die Projektverantwortlichen ihr digitales Fahrzeug wie ein riesiges, dreidimensionales Puzzle zu einem großen Ganzen zusammensetzen.

Unabhängig vom CAD-Format arbeiten die Mitarbeiter in den Folgeprozessen mit den JT-Daten. Damit wird das PLM-System zu einem riesigen Teile- und Ersatzteilekatalog, in dem jedes Teil als 3D-Datei abgelegt ist. Jeder Kollege kann an seinem PC eine 3D-Datei anklicken und öffnen. Die Einen sehen darin einen Kostenvorteil von CAD-JT im Verhältnis fünf-zu-eins. Andere glauben, dass dieses Viewer-Konzept Prozesse und Konzepte möglich macht, an die vorher nicht zu denken war.

Autor: Christian Raum

Foto: BMW