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Ein neuer Datenlogger des Fraunhofer-ICT soll bei der Entwicklung neuer Fahrzeuge zu mehr Durchblick führen. Bild: Fraunhofer

| von Werner Beutnagel

Um Lösungen für die Mobilität der Zukunft zu entwickeln, bedarf es unter anderem einer Vielzahl an Daten, die Aufschluss über die konkrete Nutzung der Fahrzeuge im Alltag geben. Ein von Fraunhofer-Forschern entwickelter Datenlogger erfasst zu diesem Zweck Fahrzeugdaten von Verbrennungsmotoren, elektrischen Antrieben, externen Sensoren sowie Positionsdaten.

Der Datenlogger wird über mehrere Wochen und Monate im Auto eingebaut und speichert in dieser Zeit alle relevanten Betriebsdaten. „Indem wir viele solcher Profile sammeln, sind wir in der Lage, mehrere Anwender zu Nutzergruppen zusammenzufassen und die Fahrdaten gruppenspezifisch auszuwerten“, sagt Tobias Burgert, wissenschaftlicher Mitarbeiter am ICT. „Daraus können repräsentative Fahrzyklen entstehen, die bei der Entwicklung neuer Autos verwendet werden, um diese beispielsweise im virtuellen Fahrversuch bei Fahrzeugsimulationen zu nutzen.“ Ebenso denkbar sei, so die Forscher, der Einsatz im Management von Fahrzeugflotten. Die Betreiber dieser Flotten können über Auswertungen nachvollziehen, wie genau die Fahrzeuge eingesetzt werden, damit den Nutzern anhand ihres Fahrerprofils das passende Fahrzeug zugeordnet werden kann.

Unter anderem erfasst der Datenspeicher, in welchen Situationen der jeweilige Probant einen konservativen beziehungsweise dynamischen Fahrstil an den Tag legt. Zugleich lassen sich Daten aus externen Sensoren wie einem GPS-Modul, einem Beschleunigungssensor oder einem Gyrosensor festhalten und zur Auswertung mit den Fahrzeugdaten kombinieren. Technische Grundlage der Lösung ist der Einplatinenrechner Raspberry Pi, der über einen Bluetooth-Adapter mit der OBD-Schnittstelle des Fahrzeugs verbunden ist.