Das vollständig digitale Datenmodell eines Produktes ist der zentrale Grundbaustein aller „Intelligenz“ und Vernetzung der zukünftigen Industrie 4.0: Das ist ein Fazit der jüngsten Sitzung sendler/circle, einer Interessengemeinschaft der Anbieter von Software und Service für industrielles Engineering und im PLM-Umfeld.

Die IT-Experten stellten vier Thesen rund um die Industrie 4.0 zur Diskussion

1. Die Grundlage innovativer, „intelligenter“, vernetzter Produkte sind digitale Produktmodelle.
2. Das digitale Produktmodell muss alle Elemente der Mechanik, Elektrik, Elektronik und Software enthalten und ihr Zusammenwirken virtuell spiegeln können.
3. Digitale Modelle machen Entwicklung, Produktion und Betrieb komplexer Produkte beherrschbar.
4. Das durchgängige Management der digitalen Produktmodelle über ihren gesamten Lebenszyklus ist eine wichtige Voraussetzung für die Realisierung von Industrie 4.0.

Das effiziente und effektive Management dieses digitalen Produktmodells von der Entwicklung über den Vertrieb, die Produktion und Inbetriebnahme bis zur Kundennutzung und zur Gewährleistung der mit dem Produkt verbundenen Dienste – das wird etwa seit dem Beginn des neuen Jahrtausends als Produkt-Lebenszyklus-Management oder PLM bezeichnet. In wachsendem Maße umfasse PLM nicht mehr nur die mechanischen Geometriedatenmodelle, sondern auch die Logik der Elektrik und Elektronik und die Programme der eingebetteten Software, heißt es in einer Mitteilung des sendler/circle.

Dieses Management der Produktdaten sei die Grundvoraussetzung dafür, dass moderne, „intelligente“ und vernetzte Produkte ihre Funktion erfüllten und auf dem Weltmarkt erfolgreich seien. Es sei Grundvoraussetzung, dass dann auch ihre Produktion „intelligenter“ vernetzt organisiert werden kann. Nur wenn die Industrie diesen ersten, grundlegenden Schritt gehe und für eine vollständige Digitalisierung ihrer Produkte und ein umfassendes Management der Produktdaten sorge, könne sie den zweiten Schritt in die intelligent vernetzte Produktion tun.

Von einer solch umfassenden und durchgängigen Digitalisierung aller Bereiche sei die Industrie noch ein gutes Stück entfernt. PLM sei bisher nur in einem kleinen Teil der Industrie realisiert, und auch dort nicht ohne Medienbrüche, insbesondere zwischen Produktentwicklung und Produktion.

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