Jedes dritte Industrieunternehmen nutzt 3D-Druck

Rund ein Drittel der deutschen Industrieunternehmen setzt bereits auf Werkzeuge, Bauteile oder Modelle aus dem 3D-Drucker. Bild: Daimler

| von Werner Beutnagel

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des ITK-Verbandes Bitkom. Im vergangenen Jahr hatte der Wert noch bei 28 Prozent gelegen, 2016 waren es nur rund 20 Prozent. „Die deutsche Industrie hat das große Potenzial der 3D-Drucktechnologie erkannt“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Die Unternehmen werden dadurch nicht nur flexibler in ihrer Produktion, sie können auch Kosten sparen, den Materialeinsatz reduzieren und Ressourcen schonen. Durch die Fertigung etwa von Ersatzteilen direkt vor Ort kann auf lange Lieferwege verzichtet werden. So wird auch ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet.“

42 Prozent der Unternehmen, die bereits 3D-Druck nutzen, fertigen mit dem Verfahren Muster, Gießformen oder Werkzeuge, in 35 Prozent der Unternehmen werden Ersatzteile additiv gefertigt. Als zentrale Vorteile der Technologie gelten die Möglichkeit, individualisierte Produkte herzustellen (61 Prozent) und die hohe Flexibilität in der Herstellung (55 Prozent). In jedem siebten Unternehmen (16 Prozent) herrscht zudem die Meinung vor, mit Hilfe von 3D-Druck seien Kosteneinsparungen möglich, im Vorjahr hatten dies nur 12 Prozent geglaubt.

Ein Großteil der deutschen Firmen (78 Prozent) ist außerdem der Meinung, dass die additive Fertigung Geschäftsmodelle und Wertschöpfungsketten in Zukunft nachhaltig verändern wird. Ein disruptives Potential sprechen der Technologie hingegen nur sieben Prozent der Befragten vollkommen ab.