Auf dem Weg zu Industrie 4.0: Vollautomatische Türenmontage am Siemens-Stand in Hannover

Der Zukauf bedeutet für Siemens einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zur Digital Enterprise. Bild: Siemens

| von Yannick Polchow

Siemens erweitert sein Portfolio für Industriesoftware mit dem Kauf von Mentor Graphics, einem Spezialisten für das Design von Integrated Circuit- (IC) und System-on-Chip (SoC)-Technologien. Der deutsche Elektronikkonzern übernimmt den US-Softwareanbieter für 37,25 US-Dollar pro Aktie, was einem Unternehmenswert  von rund 4,5 Milliarden Dollar gleichkommt. Die Übernahme hängt derweil noch von der Zustimmung der Mentor-Aktionäre ab.

Siemens wolle mit der Übernahme seinen Weg zur Digital Enterprise weiter forcieren und dafür die Lösungen für elektronisches IC und Systemdesign, Simulation und Herstellungslösungen von Mentor Graphics ins eigene Portfolio integrieren, heißt es aus München. Diese Fähigkeiten werden heute für vernetzte Smart-Produkte wie etwa autonome Fahrzeuge benötigt. Beide Unternehmen wollen ihre Expertise bündeln, um Entwicklungstools für Mechanik, Thermik, Elektrik/Elektronik sowie Embedded Software auf einer Plattform anbieten zu können.

Mentor hat seinen Sitz in Wilsonville, Oregon, USA, und beschäftigt Mitarbeiter in 32 Ländern weltweit. Im vergangenen Geschäftsjahr 2016, das zum 31. Januar 2016 endet, erzielte Mentor einen Umsatz von rund 1,2 Milliarden US-Dollar und eine bereinigte Marge von 20,2 Prozent. Siemens erwartet, dass diese Margen auch in der Zukunft anhalten werden. Mentor soll damit wesentlich zum Geschäft mit Software in der Siemens Division Digital Factory beitragen, in die das Unternehmen integriert werden soll.

Der Abschluss der Transaktion sei abhängig „von den üblichen Bedingungen“ und werde für das zweite Quartal 2017 erwartet, heißt es.