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Cisco-CEO Chuck Robbins bei seinem Vortrag auf dem Presseevent in San Francisco. Bild: Harald Weiss

| von Harald Weiss

Wenn derzeit über die IT-Netzwerke gesprochen wird, dann stehen dabei meistens die neuen Möglichkeiten mit 5G oder von WiFi6 im Mittelpunkt. Nahezu täglich gibt es von den Marktexperten neue Prognosen und Ideen, wofür diese neuen drahtlosen Technologien genutzt werden können. Schlagworte wie Augmented Reality, 16k-Streaming, Künstliche Intelligenz und Connected Cars bestimmen die Diskussion. Vor allem im Bereich intelligentes IoT erhofft man sich von den neuen Drahtlos-Technologien eine einfache und flexible Maschinenanbindung. Hinzu kommt eine neue Welt der Sensorik sowie viele neue mobile Endgeräten. Noch ist nicht entschieden, welche der beiden neuen Drahtlostechnologien letztlich die Oberhand behalten werden.

Völlig übersehen wird bei all diesen Diskussionen, dass die vielen neuen Antennen und Basisstationen über mindestens ebenso schnelle und leistungsstarke kabelgebundene Backbone-Systeme verfügen müssen über die sie mit der hauseigenen IT-, der Cloud oder dem TK-Netz verbunden werden können. „Die Welt braucht ein neues Internet“, sagte Ciscos CEO Chuck Robbins jüngst auf einem Presseevent in San Francisco. Womit er aber nicht die äußere Topologie der Internet-Nutzung, sondern vor allem die darunter befindliche Transport-Technologie meinte. Laut Cisco verdoppelt sich der Internet-Traffic alle 100 Tage. Allein im Jahr 2022 wird der Internet-Traffic höher sein als der gesamte Traffic seit Bestehen des Netzes.

Um das alles zu bewältigen, gibt es beachtliche Anstrengungen. Damit soll vermieden werden, dass die kabelgebundene Netzwerkleistung den Ansturm der 5G- und WiFi6-Geräte nicht verarbeiten kann. So ist 40G inzwischen an das untere Ende der Netzwerk-Geschwindigkeiten in den Rechenzentren abgerutscht. „2018 war bereits das Jahr, in dem 100G auf breiter Front zum Einsatz kam, doch in 2019 hat sich der Markt nochmals gewaltig in Richtung 200G und sogar schon 400G verschoben“, sagt Seamus Crehan, Präsident des auf Netzwerktechnologien spezialisierten Marktforschungsinstitut Crehan Research. Seiner Ansicht nach wird die 100-Millionen-Marke bei den 400G-Ports wesentlich früher erreicht werden, als es bei den 100G-Ports der Fall war.

Gefördert wird dieser Trend auch durch die Tatsache, dass die neuen Geschwindigkeiten nicht notwendigerweise neue Glasfaserkabel benötigen. Neue Transceiver-Technologien erlauben höhere Übertragungsraten auf bestehenden OM3- und OM4-Kabeln. Cisco hatte bereits mit seinem QSFP-40/100-Transceiver gezeigt, wie man mit einem Duplex-LC-Interface eine höhere Übertragungsrate auf bestehenden Glasfaserverbindungen erzielen kann. Doch wenn die Portraten von 100G auf 400G und darüber hinaus ansteigen, werden auch die die Kosten für den Aufbau und den Betrieb der Internetinfrastruktur durch die Optik immer höher.

Bei Cisco meint man, dass nur durch neue System-Technologien die neuen Leistungsdaten effizient erreicht werden können. „Unser Ziel ist es, die Grenzen der Technologie-Innovation auf eine neue Ebene zu stellen, die weit über das hinaus geht, was wir heute erleben“, sagte David Goeckeler, Executive Vice President und General Manager für das Netzwerk- und Sicherheitsgeschäfts auf demselben Event in San Francisco. Laut Goeckeler sind die Säulen der zukünftigen Netzwerk-Technologien Silizium, Optik und Software zwar unverändert, entscheidend sei jedoch die Kombination und eine tiefe Integration dieser Elemente. „Der Aufbau des neuen Internets, das künftige digitale Innovationen unterstützen kann, wird von weiteren Durchbrüchen bei den Silizium- und Optiktechnologien abhängen“, so Goeckeler weiter. Hierbei sei Cisco besonders gut aufgestellt, denn man verfüge über ein sehr breites und äußerst anspruchsvolles Produktportfolio.