Porsche-Chef Oliver Blume steht vor einem hellblauen Taycan.

Mit einem größeren Portfolio an Stromern möchte Porsche-Chef Oliver Blume der wachsenden Nachfrage in Sachen E-Mobilität gerecht werden. Bild: Porsche

| von Claas Berlin

„Wir sind und bleiben Optimisten“, betont Porsche-Chef Oliver Blume zu Beginn des Gipfels. Auch wenn hinter und vor den Zuffenhausenern herausfordernde Monate liegen, hat im ersten Halbjahr 2020 kein anderer europäischer Autohersteller so viel Gewinn gemacht wie Porsche. Ein operatives Ergebnis von 1,23 Milliarden Euro steht für die Monate von Januar bis Juni in den Büchern. Der Sportwagenhersteller verfehlt damit zwar das selbst gesteckte Ziel von 15 Prozent Umsatzrendite, liegt mit fast zehn Prozent allerdings noch immer deutlich über dem Branchendurchschnitt.

Als Erfolgsfaktoren macht Blume das gelungene Krisenmanagement bei Porsche aus. Gleich zu Beginn der Coronakrise habe der OEM die einzelnen Märkte und Lieferantenprozesse unter die Lupe genommen und entsprechende Maßnahmen zur Liquiditätssicherung getroffen. Mit erhöhten IT-Kapazitäten konnte zudem ein Großteil der Belegschaft ins Homeoffice wechseln und während des kompletten Lockdowns bereits die Vorbereitungen für den Wiederanlauf treffen.

„Besondere Zeiten, erfordern besondere Maßnahmen. Uns bieten die Elektromobilität und die Digitalisierung riesige Chancen. Die Anpassungsfähigkeit bleibt künftig ein hohes Gut, ohne dabei seine Traditionen über Bord zu werfen“, unterstreicht Blume. So fahren die Zuffenhausener eine dreigliedrige Antriebsstrategie: Benziner, Hybride und reine E-Fahrzeuge sollen auf die Dekarbonisierungsstrategie des Unternehmens einzahlen. Bis 2025 sollen bei Porsche 50 Prozent der Verkäufe reine E-Fahrzeuge sein. Einer Brennstoffzellen-Strategie erteilt Blume erneut eine Absage. Vielmehr habe man Forschungsprojekte und Pilotanlagen für synthetische Kraftstoffen im Fokus.

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