| von Hilmar Dunker

Anscheinend tritt die Automobilbranche noch vielfalch auf der Stelle, da die Verantwortlichen keine schlüssige Strategie für das Hype-Thema E-Mobilität entworfen haben. Denn mit der E-Mobilität sind riesige Investitionen verbunden – beispielsweise in Produktionsstätten, Produktentwicklung, betriebswirtschaftliche Prozesse, Materialien und Werkstoffe oder auch in die Supplychain der OEMs. Grundlegend für alle diese Systeme sind die Datensammlungen und Archive der PLM-Anwendungen. Und hier scheint es einige bedeutende Schwierigkeiten bei der Umsetzung von E-Mobilität zu geben. automotiveIT sprach mit Thomas Brandt, Berater mit Schwerpunkt Automobilindustrie, T-Systems International.

: Wie beobachten Sie das Herangehen an das Thema E-Mobilität in anderen Ländern, außerhalb Europas?

Thomas Brandt: Es hat sich in den letzten zwei Jahren in den USA ein Umdenken breit gemacht. Das sehen wir beispielweise an den Produktentwicklungen bei Ford oder General Motors. Einige Hersteller beschäftigen sich sehr intensiv mit E-Mobilität. Dieser Kurswechsel ist auch Folge einer neuen Politik – insbesondere von Obama und Schwarzenegger in Kalifornien.

automotiveIT: Deutsche Hersteller haben ja bereits begonnen, Fahrzeuge für den kalifornischen Markt zu produzieren

Thomas Brandt: Es gibt in Kalifornien eine sehr strenge Gesetzgebung. Das ist der Grund vieler Automobilhersteller mit der Entwicklung neuer Mobilitätskonzepte zu beginnen. E-Mobilität ist einer der möglichen Ansätze – und sicher einer der erfolgversprechenden. Deshalb konzentrieren die meisten OEMs ihre Entwicklungsressourcen auf diesem Thema.

automotiveIT: Beispielsweise hat BMW eine Produktlinie gelauncht. Das sah ja zunächst wie ein Marketinggag aus. Dann hatte das Unternehmen allerdings eine sehr gute Resonanz aus den USA.

Thomas Brandt: Ja, es ist eine Tatsache, dass der kalifornische Markt für BMW eine extreme Bedeutung hat. Für diesen Markt hat das Unternehmen ein Standardprodukt auf E-Mobilität umgerüstet. Das ist die eine mögliche Herangehensweise. Die zweite ist es, eine komplett neue Produktlinie zu konzipieren. Mit diesen Fahrzeugen hoffen die Hersteller allerdings andere Märkte zu erreichen. Beispielsweise Ballungsräume mit vielen Millionen Einwohnern. Denken Sie an China, Südostasien, Singapur oder japanische Großstädte. Interessant ist es, dass sich China bereits auf einem evolutionären Pfad von Elektrofahrrädern in Richtung elektrische Miniautos befindet.

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Das Interview  führte Christian Raum

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