| von Hilmar Dunker

Wir haben zu Beginn der Krise nicht lange gezögert und ein umfangreiches Maßnahmenpaket auf den Weg gebracht, um unsere Kostenstrukturen an den Absatzrückgang in der Branche anzupassen. Davon waren alle Unternehmensbereiche gleichermaßen tangiert, auch die Informationstechnologie. So schmerzhaft uns das damals erschienen ist: Es war die Grundlage dafür, dass wir 2010 schon wieder sehr erfolgreich unternehmerisch agieren konnten und mit 6,1 Milliarden Euro Umsatz das Vorkrisenniveau nahezu erreicht haben.

Kurzfristige Kosteneinsparungen lassen sich in der IT nicht in allen Bereichen so ohne Weiteres erzielen. Wir betreiben am größten Standort Paderborn unser Hauptrechenzentrum in weiten Teilen selbst – und das ist ein erheblicher Kostenblock, den wir tragen müssen. Egal, ob der Umsatz deutlich zurückgeht oder nicht. Wir haben uns aber die geplanten Investitionen und Projekte sehr genau angeschaut und das verschoben, was vertretbar war. Ein gewisser Nachholbedarf lässt sich derzeit an der hohen Auslastung unserer IT-Mannschaft ablesen. Wir müssen daher heute deutlich mehr sourcen als in den vergangenen Jahren. Was mir aber wichtig ist: Wir schieben keinen großen technischen Nachholbedarf vor uns her und wir werden dieses Jahr mit unserem IT-Budget gut zurechtkommen. Es macht rund ein Prozent des Umsatzes aus – das ist genau die Quote, die wir dauerhaft anstreben.

Welche Aufgaben wollen Sie mit diesem Budget stemmen?

Als Unternehmens-IT werden wir von zwei Seiten stark geprägt: zum einen von den technischen Entwicklungen, die der Markt hervorbringt, wo wir seit vielen Jahren eine enorme Geschwindigkeit sehen. Zum anderen ist Benteler ein dynamisch wachsendes Unternehmen. In den letzten Jahren haben wir international stark zugelegt. Aus den Veränderungsprozessen, die sich daraus ergeben, leiten sich erhebliche Anforderungen an uns als IT-Bereich ab. Wir fühlen uns damit aber keineswegs überfordert, sondern sind äußert motiviert, die großen technischen und unternehmerischen Entwicklungen mitzugehen. Unser Team ist jung und freut sich auf diese Herausforderungen. Die rund hundert Mitarbeiter in Paderborn sind allesamt mit Herzblut bei der Sache und können sich, glaube ich, gar keinen Job vorstellen, wo sie jeden Tag nach „Schema F“ arbeiten müssten.

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Das Gespräch führten: Ralf Bretting und Hilmar Dunker

Foto: Claus Dick