DSC_1143
| von Yannick Polchow

Cerv: Unsere Kernaufgabe ist es, die Infrastruktur zu betreiben und die richtigen Applikationen zur Verfügung zu stellen, damit unsere Ingenieure ihren täglichen Aufgaben nachgehen können. Hochverfügbarkeit und Sicherheit spielen dabei ebenso eine entscheidende Rolle wie unser Prozess-Knowhow. Wo immer möglich, nutzen wir erprobte Standards, um stringente Workflows innerhalb von IAV aufsetzen zu können.

automotiveIT: Und wenn Auftraggeber Sonderwünsche äußern?

Mohr: Dann verschließen wir uns denen gegenüber natürlich nicht, schließlich basiert das Geschäftsmodell von IAV seit 1983 auf Dienstleistung. Unser Standardisierungsgrad dürfte im Schnitt um die 80 Prozent herum liegen, vor allem, was die IT-Ausstattung am Arbeitsplatz anbelangt.

Cerv: IAV ist auf Wachstumskurs und legt pro Jahr zwischen sechs und acht Prozent zu. Wir haben inzwischen mehr als 6000 Ingenieure in allen wichtigen Automotive-Märkten rund um den Globus an Bord und planen weitere Einstellungen. Wir müssen streng darauf achten, dass sich Systeme, die wir neu anschaffen und aufbauen, harmonisch in die Bestandswelt einfügen und skalierbar bleiben – systemtechnisch wie prozessual eine echte Herausforderung.

automotiveIT: Jeder OEM präferiert andere Entwicklungstools. Welche Konsequenzen hat das für die IT-Infrastruktur bei IAV – und für Ihr Budget?

Cerv: Wenn wir gemeinsam mit OEMs in Projekten arbeiten wollen, müssen wir die kundenseitig vorgegebene Software beschaffen, betreiben und nutzen. Und sobald Kunden Versionen upgraden oder ein System komplett austauschen, ziehen wir nach. Das ist gar keine Frage. Natürlich achten wir auf ein ordentliches Kosten-Nutzen-Verhältnis und haben uns Effizienz zum Ziel gesetzt. Die Unternehmensstrategie IAV 2020 macht uns die klare Vorgabe, in den nächsten Jahren unterproportional zu wachsen. Das bedeutet: Die IT-Kosten sollen deutlich unterhalb der Umsatzsteigerung liegen. Natürlich können wir die einzelnen Kostentreiber nur bedingt selbst steuern, schließlich ist es unser Anspruch, die Businessanforderungen zu bedienen. Aber wir stellen uns schon täglich die Frage, ob wir die finanziellen Mittel und personellen Ressourcen so einsetzen, dass wir das Unternehmen als Ganzes voranbringen.

automotiveIT: Welche Meilensteine auf dem Weg zu IAV 2020 haben Sie sich in der Informationstechnik gesetzt?

Das gesamte Interview können Sie als Abonnent im Printmagazin oder mit unserer automotiveIT App (Android & Apple) auf Ihrem Tablet lesen. Ihr Abonnement können Sie hier bestellen.

Das Interview führten: Ralf Bretting und Hilmar Dunker
Bild: Claus Dick