Mehrere Vauxhall-Modelle stehen auf einem Händlerhof.

Die Höfe der Händler stehen voll. Es bedarf nun digitaler Vertriebswege, um sich von der Krise zu erholen. Bild: Vauxhall

| von Hilmar Dunker

Die Coronakrise wird den Automobilvertrieb nachhaltig verändern. Was bis dato kaum möglich schien, kommt jetzt richtig ins Rollen: die Digitalisierung des Handels. Jüngste Beispiele: Audi forciert den Online-Verkauf von Neu- und Gebrauchtwagen sowie die Beratung, Mercedes erprobt in Österreich den Direktvertrieb und Seat testet virtuelle Verkaufsgespräche. Bei Opel können Kunden seit kurzem das Angebot von 700 Händlern durchstöbern und per Mausklick sofort kaufen oder leasen.

Auto-Abos werden zum Trend

Neue Vertriebsmodelle schießen derzeit wie Pilze aus dem Boden. Abstandsregeln und Home-Office verhelfen dem E-Commerce zum Durchbruch. Die klassischen Websites der Hersteller wandeln sich vom Informations- zum Transaktionstool. Nicht ohne Grund: Gerade junge Interessenten können auf den klassischen Händlerbesuch verzichten – nicht nur in Zeiten von Corona. Handeln mit einem Verkäufer ist der E-Commerce-Generation fremd. Zudem wollen sie vermehrt kein Fahrzeug mehr besitzen und drängen auf mehr Flexibilität.

Heißt: Die Hersteller müssen nicht nur über neue Vertriebskonzepte nachdenken, sondern auch neue, smarte Finanzierungsformen auflegen. Ein neuer Trend ist neben den klassischen Finanzierungs- und Leasingangeboten das Auto-Abo. Pionier auf diesem Gebiet ist Volvo. Mit Care by Volvo sprechen die Schweden vor allem Neukunden an. Das System ist einfach: Auto auf der Website auswählen und Abo abschließen. Alles online. Die Laufzeiten sind flexibel und der Fahrzeugwechsel einfach. Willkommen in der neuen Digitalwelt.