Ein Code auf einem Laptopbildschirm.

Entwicklungsarbeit lässt sich auch am heimischen Laptop erledigen.

| von Ralf Bretting

Dass deutsche Auto-Unternehmen neue Modelle und Produktkomponenten heute rund um den Globus entwickeln, ist keine Schlagzeile wert. Aber dass Ingenieure CAD-Zeichnungen am heimischen Küchentisch bearbeiten und Steuerungssoftware im Schlafzimmer gecodet werden kann, zeigt: Die F&E-Aktivitäten bei OEMs und Zulieferern sind durchgängig digital.

Es braucht nicht unbedingt eine hoch performante Workstation mit zwei Bildschirmen, um an einem Entwicklungsprojekt zu arbeiten. Wenn es um schnelle Visualisierungen geht, genügt oft ein Tablet. Tatsächlich ist schon vor Corona die Zahl mobiler Nutzer in der Fahrzeugentwicklung deutlich gestiegen, weil mechanische Aufgaben rückläufig sind und die Anteile von Elektrik/Elektronik und Software zulegen.

Automatisierte Prozesse sparen Zeit

Die letzten Wochen haben gezeigt, dass mobiles Arbeiten die gefragten Ergebnisse liefern kann. Mehr noch: Firmen berichten von beschleunigten Abläufen. Der Zeitgewinn durch automatisierte Prozessschritte zieht sich bis ins Testing und in die Validierung. Simulationen verkürzen die Entwicklungszyklen erheblich und mit parametrischen assoziativen CAD-Modelle kann Wissen entlang des gesamten Entwicklungsprozesses abgespeichert werden.

Die digitale Grenze wird immer weiter in Richtung „Start of Production“ verschoben. Mit global verfügbaren Datenplattformen und Entwicklungstools liefert die Engineering-IT die Grundlage, damit F&E-Teams virtuell so zusammenarbeiten können, als wären sie an einem Ort – ganz ohne Kontaktsperre und Mindestabstand.