BMW_Partnerschaft Microsoft

Partnerschaften stehen im Lastenheft der Autoindustrie weit oben. So haben BMW und Microsoft kürzlich eine Open Manufacturing Platform eingeführt, um neue Industrie-4.0-Lösungen zu entwickeln. Bild: BMW

| von Claas Berlin

Partnerschaften sowie die Beteiligung an Konsortien und offenen Ökosystemen sollen laut Analyse von Sopra Steria neuen Antriebe wie dem Elektromotor schneller zum Durchbruch verhelfen. Zudem will die Branche erforderliche Standards rascher voranbringen, beispielsweise beim Thema digitale Sicherheit und beim autonomen Fahren.

Viele Vorhaben zur Zusammenarbeit in der Automobilbranche stoßen allerdings noch auf Widerstände. Eine zentrale Barriere sind die oftmals noch zu komplexen IT-Systeme bei Herstellern und Zulieferern. Mehr als jedes dritte Unternehmen arbeitet an einer Neuausrichtung der IT-Infrastruktur und investiert in die Anpassung der Organisation an moderne Strukturen sowie in die Nutzung neuer Technologien.

„Speziell wenn es darum geht, sich digitalen Plattformen anzuschließen oder selbst digitale Ökosysteme aufzubauen, wird die Automobilbranche massiv in durchgehend digitale Geschäftsprozesse investieren müssen“, sagt Ziad Blal, verantwortlich für den Geschäftsbereich Automotive bei Sopra Steria Consulting.

Die Konzerne BMW und Volkswagen öffnen beispielsweise ihre Fertigungsplattformen und kooperieren mit den IT- und Internetriesen Microsoft und Amazon. Die Produktionsprozesse sollen sich durch Cloud-Computing und intelligente Software beschleunigen. Gleichzeitig soll es deutlich einfacher werden, Daten und Prozesse mit anderen Unternehmen zu teilen.