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Vielen Unternehmen der Autobranche fehlt es am digitalen Mindset – Ein zentrales Problem sind laut einer Studie veraltete Denkmuster im Management.

| von Werner Beutnagel

Schuld daran seien vor allem veraltete Denkmuster, so die Studienautoren, die für die Studie 500 hochrangige Entscheider der Autoindustrie befragt haben. Über die Hälfte der Studienteilnehmer (57 Prozent) ist demnach der Meinung, Digitalisierung bedeute in erster Linie Prozessänderungen in der Fertigung. Ein Wandel der Unternehmenskultur wird in diesem Zusammenhang als weniger wichtig bewertet.

„Die Manager der Automobilbranche sind sich zwar der Bedeutung der Digitalisierung bewusst und haben auch zahlreiche Initiativen in diesem Bereich gestartet“, erläutert Dieter Becker, Global Head of Automotive bei KPMG. „Die meisten glauben aber, es sei mit Produktverbesserungen getan und verfahren nach dem Motto: ‚das schaffen wir schon alleine‘. Was vielerorts fehlt, sind eine klare Vision für die eigene Rolle im digitalen Ökosystem und mutige Schritte in Form von Partnerschaften mit Technologieunternehmen.“

Der bevorzugte Ansatz zur Umsetzung der Digitalisierung ist eine Kooperation innerhalb der Branche. Zwei von drei Befragten (66 Prozent) sind der Ansicht, traditionelle und neue Geschäftsmodelle müssten parallel betrieben werden. Nur jeder Dritte (34 Prozent) ist von der Notwendigkeit eines kompletten Wandels von Geschäftsmodell und Produkten überzeugt – und sich durchaus bewusst, dass sich damit heute noch keine Gewinne einfahren lassen. Entsprechend bezeichnen sich nur zwei von fünf Entscheidern als digitale Vorreiter, die Hälfte sieht sich selbst als Early Adopter.

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