Laut einer Studie der Managementberatung Kienbaum und des Center Automotive Research (CAR) sind deutsche Automobilzulieferer nur unzureichend auf die Herausforderungen der nächsten 15 Jahre vorbereitet – und darum geht es auf der EUROFORUM-Konferenz am 31. Januar/1. Februar in Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart.

Die Zulieferer befinden sich im Spannungsfeld zwischen Innovationsführerschaft und Kostendruck. Ihre Rolle in der automobilen Wertschöpfungskette ist zunehmend unsicher.  ,,Wir leben immer noch von einer großen Nachfrage aus Asien. Mittel- und langfristig jedoch werden die Entwicklungs- und Produktionsaktivitäten nach Fernost verlagert“, sagt Martin Neuhold, Mitglied der Geschäftsleitung von Kienbaum Management Consulting, in den Stuttgarter Nachrichten. Das gelte für alle Hersteller, auch für die Zulieferer.

,,Im Augenblick findet das Kerngeschäft der deutschen Hersteller, also die Entwicklung und Vermarktung, noch hier statt. Die größeren Konzerne stellen sich allerdings schon für den neuen Markt auf. Sie werden noch eine Zeit lang Wissenstransfer nach Asien betreiben. Aber ich kenne keinen Hersteller, der plant, in Zukunft ausschließlich in Deutschland zu entwickeln“, so Neuhold.

Der Berater leitet den zweiten Tag der EUROFORUM Konferenz ,,Strategieforum Automobilzulieferer“ in Leinfelden-Echterdingen. Die Veranstaltung  wird am ersten Tag von Lars Stolz, Partner bei Oliver Wyman Consulting, geleitet.

Lars Holmqvist, CEO der European Automotive Association of Suppliers (CLEPA), legt dar, welche Folgen sich aus der technologischen Entwicklung für die Zulieferer ergeben. Hans Jürgen Kracht, Geschäftsführer der Woco Gruppe, erläutert die strategische Wachstumspolitik eines mittelständischen Automobilzulieferers im globalen Wettbewerb.

Wie sich internationale Projekte erfolgreich umsetzen lassen, betrachtet Dr. Thomas Simon, Senior Vice President Quality & Environment bei ContiTech, der besonders auf interkulturelle Aspekte mit Schwerpunkt China eingeht. Über die Möglichkeiten auf dem indischen Markt berichtet Mohan Murti, Managing Director Europe von Reliance Industries.

Jörg Ohlsen, CEO des Ingenieurdienstleisters EDAG, stellt innovative Engineering-Lösungen für Car-Sharing als neues Fahrzeugsegment vor, und Alexander Koesling, Leiter Kaufteileplanung bei Daimler, veranschaulicht durchgängiges Kostenmanagement aus Sicht eines OEM. Weitere Themen der Konferenz sind Risikomanagement, Wertsteigerung und Personalentwicklung in der Zulieferindustrie.

Das vollständige Programm finden Sie  hier

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