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Technologie-Hoffnungsträger wie beispielsweise Virtual Reality sollen die stockende Digitalisierung in vielen Unternehmen wieder in Gang bringen.

| von Claas Berlin

Nur 7,5 Prozent der Befragten werten die bisherige Digitalisierung ihres Unternehmens als Erfolg. Fast die Hälfte ist laut Studie der Managementberatung Capgemini nur teilweise mit den Ergebnissen zufrieden. Um den Rückstand aufzuholen, investieren die Unternehmen jedoch in die Zukunft: Knapp 45 beziehungsweise 47 Prozent wollen ihr IT-Budgets in diesem und im folgenden Jahr erhöhen.

Als größte IT-Hoffnungsträger 2019 gelten laut der Studienautoren Virtual und Augmented Reality, digitale Zwillinge, mobile Zahlungsabwicklungen und Sicherheitsmaßnahmen für Quanten-Computing. Das Jahr 2018 war hingegen von den Bestimmungen der DSGVO geprägt. Obwohl sie bereits seit Mai 2018 in Kraft ist, wurde sie erst von rund 53 Prozent komplett umgesetzt. Etwas mehr als ein Viertel arbeitet noch daran; jedes zehnte Unternehmen ist bislang über die Planung nicht hinaus gekommen.

Zwei Drittel der IT-Abteilungen nutzen aktuell intelligente Technologien, wie Machine Learning, Bilderkennung oder Natural Language Processing. Rund 70 Prozent der Befragten setzen sie bereits ein, mehr als 50 Prozent jedoch nur in geringem Umfang. Intensiver Nutzer sind insbesondere Konzerne und größere mittelständische Unternehmen.

„Wer bereits Erfahrung mit intelligenten Technologien hat, stuft sie als Innovationsmotor seiner Branche ein. Nach Meinung vieler Studienteilnehmer wird sich der internationale Wettbewerb durch den Einsatz intelligenter Technologien in den nächsten drei Jahren erheblich verschärfen“, unterstreicht Thomas Heimann, Co-Autor der Studie.

Für den Erfolg der Digitalisierung  wird auch der Aufbau interdisziplinärer Teams mit Fach- und IT-Mitarbeitern sowie die gezielte Einstellung von Mitarbeitern mit dem entsprechenden Knowhow gefördert. Außerdem betrachten die IT-Fachabteilungen es als wichtig, die unternehmenseigenen Daten stärker zu vernetzen und zu analysieren sowie die Cloud-Kapazitäten auszubauen.

Komplexe IT-Landschaften stehen dem digitalen Fortschritt jedoch noch zu häufig im Weg. 76,6 Prozent der Befragten begegnen dieser Gemengelage mit höherer Automatisierung. Fast die Hälfte (49,4 Prozent) spricht sich für mehr Personal und Freelancer aus. 64,9 Prozent setzen in erster Linie auf Umstrukturierung und Reorganisation der Abteilung.