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Viele Digitalchefs beschränken sich offenbar auf den Betrieb der IT statt auf neue Geschäftsfelder.

| von Werner Beutnagel

Laut der Untersuchung unter weltweit 1.500 IT-Führungskräften geben die IT-Abteilungen durchschnittlich 78 Prozent ihrer Budgets für den laufenden Betrieb aus. Nur 28 Prozent der Mittel fließen hingegen in die Optimierung und Problembehebung des Betriebs, jedoch rechnen 68 Prozent der Befragten hier in den kommenden zwölf Monaten mit höheren Aufwendungen.

Auf Basis von Daten und Automatisierung könnten die IT-Abteilungen laut Studie dazu betragen, strategische Mehrwerte zu generieren. „Heute spielen Daten eine zentrale Rolle, um die richtigen Business-Entscheidungen zu treffen“, sagt Rüdiger Wölfl, Direktor, Großkunden von Cisco Deutschland. „Dadurch erhalten IT-Führungskräfte eine Chance, die Business-Strategie mitzutragen und einen Sitz in der Geschäftsführung einzunehmen. Nur wenn der IT-Betrieb über die richtigen Daten, die richtigen Erkenntnisse daraus und die Möglichkeit zur Automatisierung betrieblicher Aufgaben in der gesamten Infrastruktur verfügt, kann er sich differenzieren. Daher müssen sich CIOs jetzt auf die Innovationsfähigkeit des IT-Betriebs konzentrieren.“

Von einer optimalen Nutzung der Unternehmensdaten sind viele Firmen teilweise weit entfernt. Nur jeder siebte Befragte sagt, das eigene Unternehmen optimiere kontinuierlich die Prozesse auf Basis von Daten, etwa ein Fünftel nutzt Daten, um bevorstehende Ereignisse zu antizipieren. Demgegenüber reagiert rund ein Viertel der IT-Manager nur auf Ereignisse, nachdem diese bereits geschehen sind. Immerhin 70 Prozent der Unternehmen haben einen Chief Data Officer (CDO), um auf Basis von Informationen Geschäfts- und IT-Betrieb zu verbessern.