Smartphones, Tablets und Computer stehen auf einem Schreibtisch

Im Zuge der Corona-Pandemie werden Unternehmen ihre Investitionen in IT-Infrastruktur herunterfahren.

| von Claas Berlin

Bei den Investitionen in PCs, Tablets und Mobiltelefone gehen die Studienautoren von erheblichen Kürzungen aus, wobei die Gesamtausgaben für Geräte währungsbereinigt voraussichtlich um 8,8 Prozent sinken werden. Die Krise werde sich insbesondere auf den Smartphone-Markt erheblich auswirken, der in diesem Jahr aufgrund von 5G-Upgrades mit hohen Renditen gerechnet hatte.

Auch die Ausgaben für Server-, Speicher- und Netzwerkhardware werden trotz der starken Nachfrage nach Cloud-Diensten insgesamt sinken, da Unternehmenskunden die Einkäufe in der ersten Phase der aktuellen Krise verzögern. Die gesamten Infrastrukturausgaben (einschließlich Cloud) werden zwar um 5,3 Prozent steigen, aber dieses Wachstum wird vorrangig aus den Ausgaben für Infrastructure as a Service (IaaS) und Investitionen der Cloud-Anbieter für Server resultieren. In der Zwischenzeit werden die Gesamtausgaben für Server- und Speicherhardware um 3,3 und die Ausgaben für Unternehmensnetzwerkgeräte um 1,7 Prozent zurückgefahren.

Die Ausgaben für IT-Services werden im Jahr 2020 voraussichtlich um zwei Prozent sinken, wobei die projektorientierten Services am stärksten einbrechen werden. Die Ausgaben für Managed Services und Support Services werden im Einklang mit den allgemeinen IT-Aktivitäten und der Bereitstellung von Hard- und Software ebenfalls sinken.

Der Bereich Software wird insgesamt ein positives Wachstum von knapp zwei Prozent verzeichnen. Als Treiber gelten hierbei hauptsächlich Cloud-Investitionen sowie eine robuste Nachfrage nach bestimmten Kategorien, die Bestandteil von Reaktionsmaßnahmen auf die Coronakrise oder ein wesentlicher Bestandteil des laufenden Geschäftsbetriebs sind.

„Unternehmen in Wirtschaftssektoren, die im ersten Halbjahr am stärksten betroffen sind, werden einige Käufe und Projekte verzögern und bei der kurzfristigen Budgetplanung äußerst vorsichtig vorgehen", betont Stephen Minton, Programmvizepräsident in der Customer Insights & Analysis-Gruppe von IDC.