Schreibtisch mit verschiednenen Smartphones und einem Monitor

Nur wenige Unternehmen aus der IT-Branche sehen sich selbst als Gewinner der Krise.

| von Claas Berlin

Nur fünf Prozent der Firmen sehen sich selbst als Gewinner der Krise, wie eine Bitkom Research-Befragung im Auftrag des Spezialversicherers Hiscox ergeben hat. „Einerseits ging täglich durch die Medien, dass die Corona-Krise einen großen Schub für die Digitalisierung bedeute“, sagte Hiscox-Manager Marc Thamm. „Aber Homeoffice oder Home Schooling sind nur eine Facette der großen IT-Landschaft. IT-Dienstleistern für die Reise- und Veranstaltungsbranche geht es beispielsweise nicht so gut, die sind genauso betroffen wie andere Unternehmen auch.“

Laut der Umfrage berichtete nur ein gutes Drittel (34 Prozent) der IT-Fachleute, dass ihre Kunden seit Beginn der Corona-Krise die Digitalisierung faktisch vorangetrieben hätten. Thamm verwies auf den Digitalindex von Bitkom und Ifo-Institut aus dem Frühjahr, in dem die Prognosen für die Digitalwirtschaft so schlecht ausgefallen waren wie seit 2009 nicht mehr. „Allgemein beobachten wir aber, dass die Bänder wieder anrollen“, sagte Thamm. „Vieles von dem, was Anfang und Mitte 2020 auf Eis gelegt wurde, kommt jetzt wieder auf die Tagesordnung.“

Dass die Krise und die steigende Arbeitslosigkeit die Digitalisierung bremsen, glaubt Thamm nicht: "Wir haben mehrere Faktoren, die dazu beitragen, dass Arbeitsprozesse zum Teil wieder nach Europa zurückverlagert werden", sagte der Hiscox-Manager mit Blick auf die Corona-Pandemie, auf Handelskonflikte mit China oder auf den Brexit. „Viele Unternehmen stehen vor der Frage: Wie halte ich mein Business auf einem vergleichsweise teuren Platz wie Europa marktkonform? Dabei hilft die Digitalisierung und wird auch neue Arbeitsplätze schaffen.“

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