| von Gert Reiling

Die große IT-Umfrage von automotiveIT unter 250 Topmanagern im letzten Quartal 2009 zeigt, welche Themen 2010 in den Fokus der Entscheider (siehe Ausgabe 01/2010 mit den Gesamtergebnissen) rücken. Business Intelligence steht ganz oben auf der Agenda der IT-Verantwortlichen in der Automobilindustrie. Rund die Hälfte setzte Business Intelligence auf die Liste der Top Five der aktuell relevanten Themen. Und noch wichtiger: 95 Prozent wollen binnen drei Jahren Lösungen in diesem Bereich umsetzen. Permanenter Zugang zu allen wichtigen und ständig aktualisierten Betriebsdaten, auf diese Leistung der Informationstechnologie kann kaum ein Unternehmen der Automobilbranche verzichten. Ähnlich dringend erscheint den Managern der Ausbau des IT-Service- Managements, 54 Prozent möchten diesbezüglich gleich aktiv werden, um Geschäftsprozesse wirksamer, besser und – last, not least – wirtschaftlicher zu unterstützen. Weitere 41 Prozent haben sich einen Zeitrahmen von zwei bis drei Jahren gesetzt.

IT-Studie automotiveIT

Nicht ganz so schnell schreitet die ERP-Harmonisierung voran. An Bedeutung wird sie laut Umfrage nur von der Business Intelligence übertroffen, doch konkrete Umsetzungen in Jahresfrist geben nur 34 Prozent an. Das Gros (47 Prozent) geht von maximal drei Jahren aus, in denen sie die Ressourcen-Planung harmonisieren und vereinfachen wollen. Weit vorn auf der Skala der wichtigsten Themen rangieren auch IT-Infrastruktur und Product Lifecycle Management. Die rasche Umsetzung von Projekten hingegen ist noch relevanter für die Informationstechnologie als Instrument zur Unterstützung der Unternehmensstrategie und der Kundenpflege: 48 Prozent der IT-Chefs planen im nächsten Jahr konkrete Maßnahmen in der IT-Governance, 43 Prozent im Customer Relationship Management. Angesichts der jüngsten Wirtschaftskrise überrascht die hohe Bedeutung von Finance Management/Reporting nicht: Jeweils 44 Prozent planen Umsetzungen entweder im kommenden oder in den nächsten drei Jahren. Keine Entwarnung auf Budgetseite: Höhere Anteile planen die Entscheider 2010 vor allem für die Standardsoftware (45 Prozent) und die Virtualisierung (45 Prozent). In vielen anderen Bereichen wird immer noch gestrichen. Für die Software behauptet SAP seine überragende Stellung, 78 Prozent der Befragten setzen sie in ihren Firmen ein – und sind damit zu frieden. SAP und T-Systems sind die wichtigsten IT-Beratungsunternehmen für die Automobilbranche, dicht gefolgt von IBM. Insgesamt werden fast 40 Beratungsfirmen genannt, ein Spiegelbild des großen Angebotes auf dem Markt. Allerdings wollen 42 Prozent ihre Budgets für IT-Beratung 2010 nicht verändern, 33 Prozent sogar verringern. Obwohl Beratungsbedarf da wäre: 30 Prozent sagen, dass die IT nicht genügend in die Unternehmensplanung involviert wird.

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