Bei einer erstaunlich niedrigen Wahlbeteiligung von 69,3 Prozent haben 76,1 Prozent der gewerkschaftlich organisierten Mitarbeiter im Bochumer Opel-Werk den Sanierungs-Tarifvertrag für den angeschlagenen Autobauer abgelehnt. Vorläufige Konsequenz: Statt der geplanten Produktions-Verlängerung bis Ende 2016 könnten die Fertigungsbänder für den Zafira mit Auslaufen des bestehenden Kündigungsschutzes nun Ende 2014 gestoppt werden.

Das hatte Opel-Aufsichtsratschef Steve Girsky angekündigt, falls es zu keiner Einigung mit den Beschäftigten kommen sollte. Für den Bochumer Betriebsratschef Rainer Einenkel ist dies aber  nur eine Finte er forderte vor der Abstimmung unter anderem per Flugblatt seine Arbeitskollegen auf, nicht darauf hereinzufallen. Die angedrohte Verlagerung sei „aufgrund hoher Investitionen und fehlender Fachkompetenz in anderen Werken unsinnig“.

Der jetzt abgelehnte neuen Tarifvertrag beinhaltet eine zweijährige Produktionsverlängerung und damit zwei Jahre länger Arbeit für die derzeit noch 3.200 direkt beim Unternehmen beschäftigten Mitarbeiter und der Erhalt von rund 1 200 Arbeitsplätzen durch den Aufbau einer Teilefertigung.

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