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Der deutsche Standard-Software-Markt hat 2012 sein Wachstum von 2011 verstärkt fortgesetzt. Nach Ermittlungen des Branchenverbandes BITKOM  stieg das Marktvolumen von Standard-Anwendungssoftware, Systemsoftware und Tools 2012 in Deutschland um 5,1 Prozent auf 17,1 Milliarden Euro (2011: 16,2 Milliarden Euro).

Wie aus der aktuellen Erhebung von Lünendonk (Kaufbeuren) hervorgeht, haben die 25 Software-Unternehmen, die im Jahr 2012 die  höchsten Umsätze in Deutschland  mit jeweils mehr als 60 Prozent ihres Umsatzes im Standard-Software-Geschäft machten, in  Deutschland 2012 Inlandsumsätze von zusammen fast 9,4 Milliarden  Euro erwirtschaftet. Das entspricht einem inländischen Marktanteil von  55 Prozent..

Das Ranking der Top 25 Standard-Software-Unternehmen erfolgt wegen der besseren Vergleichbarkeit der Anbieter hinsichtlich ihrer Position im deutschen Markt nach deren Inlandsumsätzen in Deutschland.

Die meisten Tochtergesellschaften multinationaler Software-Konzerne  in Deutschland erhalten als ,,Agenten“ Verkaufsprovisionen von in der Regel ca. 1,5 Prozent  sowie Kostenerstattungen für den Vertrieb. Nur diese Summen werden bilanziert.  Das Gesamtverkaufsvolumen muss deshalb geschätzt werden.

Das Leistungsspektrum der Top 25 der Standard-Software-Branche in  Deutschland konzentriert sich eindeutig auf die beiden Kernkategorien Standard-Software-Vertrieb (38 Prozent) und Software-Wartung (32 Prozent).

Standard-Software-Einführung und Systemintegration machen im  Durchschnitt zusammen gut 10 Prozent aus. Outsourcing, einschließlich  Application Service Providing (ASP) und Software as a Service (SaaS),  erreicht im Durchschnitt erst 3,8 Prozent der Umsätze. Die restlichen Anteile entfallen auf IT-Beratung, Individual-Software-Entwicklung, Schulung, Hardware-Vertrieb und  sonstige Leistungen.

Insgesamt verkauften die vierzehn Standard-Software-Unternehmen aus  der  Lünendonk-Liste, die ihren Hauptsitz bzw. die Mehrheit ihres  Grund- oder Stammkapitals in Deutschland haben, für rund 15,3 Milliarden Euro Software-Produkte an Kunden im Ausland. Daraus  ergibt sich für 2012 ein Exportanteil am Gesamtumsatz dieser vierzehn Unternehmen (19,5 Milliarden Euro), der mit 78,5 Prozent die entsprechende Quote für das Vorjahr 2011  (76,1 Prozent) noch übertrifft.

Den Spitzenplatz im Ranking hielt Microsoft Deutschland mit unverändert 2,8 Milliarden Euro Umsatz. Auch bei den beiden nächsten Unternehmen SAP mit 2,33 und Oracle mit 1,16 Milliarden Euro gab es gegenüber 2011 nur wenig Veränderung. Danach folgen Datev, Software AG, CompuGroup Meical, Adobe Systems, Agfa Healthcare, Novell, Infor Deutschland, SAS Deutschland. CA Deutschland, BMC Software, COR&FJA AG, AOK Systems und PSI AG mit Umsätzen zwischen 760 (Datev) undf 95 (PSI) Millionen Euro.

Durchschnittlich steigen die Inlandsumsätze der Top 25 um 4,2 Prozent, wobei Veränderungsraten zwischen plus 24 Prozent und minus  17 Prozent zu verzeichnen sind.  21 der Top 25 Standard-Software-Unternehmen weisen 2012 Umsatzzuwächse auf, davon zwei mit zweistelligen Raten.

Die aktuellen Aussagen der großen Standard-Software-Unternehmen über die erwarteten Veränderungen der eigenen Unternehmensumsätze zeugen von Vorsicht. Soweit Umsatzprognosen genannt wurden, liegen  diese im Durchschnitt für das laufende Jahr 2013 bei 4,7 Prozent, für den mittelfristigen Zeitraum 2013 bis 2018 bei 4,5 Prozent pro Jahr, also auf der Höhe des 2012 erzielten Durchschnittswachstums.

 

 

 

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