Ingo Holstein, Leiter Human Relations, Vitesco Technologies

Ingo Holstein, Leiter Human Relations, Vitesco Technologies: Das Arbeiten von zu Hause ist keine allzu große Neuerung für unsere Mitarbeiter. Bild: Vitesco Technologies

| von Götz Fuchslocher

Wie gestaltet sich die Situation bei Vitesco Technologies insbesondere als Fertigungsunternehmen mit Blick auf Homeoffice? Wie hoch ist der Anteil, welche Aufgaben sind tatsächlich im Homeoffice umsetzbar und wie sieht die Verteilung in den unterschiedlichen Bereichen aus?

In Einklang mit den gesetzlichen und tariflichen Bestimmungen bietet Vitesco Technologies flexible Arbeitsbedingungen, darunter auch mobiles Arbeiten für alle Mitarbeiter weltweit an. Diese freie Wahl des Arbeitsortes ermöglicht es, Arbeit und Leben ins individuelle Gleichgewicht zu bringen.

Vitesco Technologies erreicht mit dem Thema mobiles Arbeiten weltweit - jenseits des Fertigungsbereichs und der produktionsnahen Funktionen - mehr als 80 Prozent der Mitarbeiter quer über alle Hierarchieebenen. Grundsätzlich kann und darf bei uns jeder Mitarbeiter mobil arbeiten, sofern dies mit seiner Aufgabe vereinbar ist. Bei dem Großteil der Mitarbeiter wird dies gerade jetzt - im Rahmen der Covid-19-Pandemie - intensiv genutzt. Für den Fertigungsbereich ist das mobile Arbeiten allerdings nur schwer umsetzbar. Hier experimentieren wir mit innovativen Schichtmodellen und mit flexiblen Arbeitszeiten.

Vor welche besonderen Herausforderungen stellt Homeoffice Ihr Unternehmen gerade in datenintensiven Arbeitsbereichen? – Stichworte: heikle Daten, Übertragungsraten, Sicherheit und Recht.

Bereits 2016 wurde eine Konzern-Betriebsvereinbarung zum mobilen Arbeiten unterzeichnet, die das Arbeiten von zu Hause regelt. In dieser Vereinbarung sind alle Themen wie beispielsweise Datensicherheit oder rechtliche Fragestellungen entsprechend definiert und geregelt. Herausforderungen gibt es immer – ein Beispiel: Im Zuge der Covid-19 Pandemie und der daraus resultierenden noch großflächigeren Nutzung des mobilen Arbeitens mussten innerhalb der letzten zwei Monate in sehr kurzer Zeit massive Kapazitäts-Upgrades installiert werden. Fazit: Damit konnte mobiles Arbeiten kapazitätstechnisch und unter Einhaltung aller Sicherheitskriterien für alle Anwender gleichzeitig problemlos sichergestellt werden.

Wir sehen aber auch, dass mobiles Arbeiten immer einfacher umgesetzt werden kann: Bei Datenaustausch und Datenraten beobachten wir schon seit geraumer Zeit einen Trend in Richtung Internet- und Cloud-Lösungen. Dies liegt vor allem an der zunehmenden Akzeptanz von cloudbasierten Collaboration-Anwendungen – zum Beispiel Office 365-Anwendungen wie Teams –, die wir bereits in den vergangenen Jahren etabliert haben. Home-Office-Anwender können also direkt über das Internet miteinander in Kontakt stehen und arbeiten.

Wie aufgeschlossen ist das Unternehmen gegenüber dem Thema Homeoffice generell? Wird die Corona-Krise mit Blick auf Homeoffice zu längerfristigen Veränderungen im Unternehmen führen?

Aufgrund der bereits genannten frühzeitig getroffenen Vereinbarung ist das Arbeiten von zu Hause keine allzu große Neuerung für unsere Mitarbeiter. Nichtdestotrotz ist die hohe Dauer des mobilen Arbeitens sicherlich ungewohnt. Wir sehen aber, dass die Kollegen und Kolleginnen sich gegenseitig unterstützen, Tipps und Tricks im Home-Office austauschen, Ordnerstrukturen im Rechner anlegen anstelle Papierablagen zu nutzen oder virtuelle Lernplattformen bereitstellen. Insofern bin ich sicher, dass Homeoffice nach überstandener Corona-Krise einen noch höheren Stellenwert erlangt und viele Learnings aus dieser Zeit Eingang in den Arbeitsalltag finden werden.

Mehr über das Thema Homeoffice lesen Sie in der kommenden Print-Ausgabe 3-2020 der automotiveIT.

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