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Die deutsche Wirtschaft sucht händeringend IT-Experten.

| von Werner Beutnagel

Derzeit existieren deutschlandweit 55.000 offene Stellen für IT-Spezialisten, so das Ergebnis einer Analyse des Branchenverbandes Bitkom. Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Plus um acht Prozent. In der IT- und Telekommunikationsbranche geben drei von vier Unternehmen (75 Prozent) an, dass aktuell ein Mangel an IT-Spezialisten herrscht. Vor einem Jahr waren es noch 70 Prozent. Mehr als die Hälfte der ITK-Unternehmen (56 Prozent) erwartet außerdem, dass sich der Fachkräftemangel in Zukunft weiter verschärfen wird. Den größten Bedarf haben Software-Anbieter und IT-Dienstleister mit 20.800 offenen Stellen.

In der ITK-Branche sind Software-Entwickler mit Abstand am stärksten gefragt: Knapp zwei Drittel der Unternehmen (63 Prozent), die freie Stellen für IT-Spezialisten haben, suchen Software-Entwickler. Von ihnen wird vor allem Know-how in Big Data (57 Prozent, plus zehn Prozentpunkte im Vergleich zu 2016), Industrie 4.0 (46 Prozent, plus 11 Punkte) und Cloud Computing (45 Prozent, plus fünf Punkte) erwartet. Stärker gefragt als im Vorjahr sind auch Entwickler für Social Media (41 Prozent, plus zehn Punkte), Apps und mobile Webseiten (38 Prozent, plus zwei Punkte) und Sicherheit (28 Prozent, plus acht Punkte).

Auch in den Anwenderbranchen werden IT-Spezialisten händeringend gesucht: Zwei Drittel der Unternehmen (67 Prozent) beklagen einen Mangel an IT-Spezialisten. Das sind 2 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Die Anwenderunternehmen verzeichnen aktuell 31.500 freie Stellen für IT-Fachkräfte. „Software findet sich heute in nahezu jedem Gerät – von Staubsaugern über Autos bis zu industriellen Produktionsanlagen. Das erklärt die anhaltend hohe Nachfrage nach Software-Entwicklern quer durch alle Branchen“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „In der deutschen Wirtschaft gibt es außerdem ein steigendes Bewusstsein für IT-Sicherheit. Das zeigt sich unter anderem darin, dass branchenübergreifend immer mehr IT-Sicherheitsexperten gesucht werden.“