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Neue Mobilitätsdienste, autonomes Fahren und Elektromobilität stellen die Autobranche vor immense Herausforderungen – vor allem bei der Gewinnung von Fachkräften. Bild: Bosch

| von Werner Beutnagel
Bis zu 30 000 hiervon entfallen auf Stellen für Ingenieure mit ITK-Know-How

Zentrales Problem dieser Entwicklung sei jedoch das geringe Fachkräfteangebot, betonen die Analysten. So sei damit zu rechnen, dass die Nachfrage nach entsprechenden Talenten die zu erwartende Anzahl neuer Experten um das bis zu Sechsfache überschreiten könnte. „Unternehmen können sich keine Verzögerungen leisten, wenn es darum geht, die Anforderungen an die eigene Belegschaft für die kommenden Jahre zu definieren und entsprechend zu planen“, erklärt Studienautor Xavier Mosquet. „Außerdem werden sich Jobs dort entwickeln, wo Talente gefördert werden.“

Bis zu 30.000 zusätzliche Ingenieure mit IT-Kenntnissen seien künftig nötig, um an autonomen und elektrischen Fahrzeugen sowie Innovationen im Infrastrukturbereich zu arbeiten, so die Studienautoren weiter. Neue Formen der Mobilität, etwa autonome Trucks oder Drohnen könnten die Nummer sogar noch höher treiben. Gleichzeitig erfordere das Zusammenwachsen verschiedener Aufgabenfelder in der Mobilität der Zukunft neue Qualifikationen von den Fachkräften. Statt fest definierte Aufgabenfelder zu bearbeiten, seien disziplinübergreifende Fähigkeiten etwa in Mathematik, Physik, KI Robotik, Datenanalyse und Software nötig.

Gleichzeitig könne die Mobilität der Zukunft in den USA für rund 65.000 neue Jobs für Facharbeiter sorgen – etwa als Mechaniker für autonome und elektrische Fahrzeuge oder als Sicherheitsfahrer pilotierter Vehikel. Gleiches gelte für die Bereiche Remote-Support und Fleet Maintenance.