Autos in einem Parkhaus.

Das Auto wird mittlerweile vermehrt als Hauptfortbewegungsmittel angesehen. Bild: AdobeStock/thongchainak

Pkw-Bestand und -Dichte haben in vielen deutschen Städten zuletzt weiter zugenommen. Die Zahl der registrierten Autos wuchs im vorigen Jahr in 22 von 25 betrachteten großen Kommunen, wie Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer bei einer Auswertung von Daten des Kraftfahrt-Bundesamts und des Statistischen Bundesamts ermittelte. So verzeichneten etwa Berlin, Leipzig, Hannover, Dortmund und Freiburg ein Plus von über einem Prozent – am stärksten war der Zuwachs mit 2,2 Prozent in Bochum.

„Der oft behauptete Trend ‚Weg vom Auto‘ ist nicht zu erkennen", interpretiert Dudenhöffer die Ergebnisse. Pkw-Besitzer schätzen während der Coronakrise demnach umso mehr die Möglichkeit, den eigenen Wagen flexibel nutzen zu können – obgleich sie pro Jahr kürzere Gesamtstrecken fahren.

Wiedererwachte Begeisterung für Fahrzeugbesitz

Gestützt wird diese Interpretation von einer Studie des Marktforschungsunternehmen OnePoll, die jüngst das Gebrauchtwagenportal CarNext publizierte. Demnach sehen 84 Prozent der Befragten das Auto als Hauptfortbewegungsmittel an. Vor der Pandemie waren es lediglich 64 Prozent. Knapp die Hälfte der Befragten in Deutschland legt in diesem Sinne aktuell mehr Wert auf ein eigenes Auto als zuvor.

„Im Zuge der Pandemie gibt es eine wiedererwachte Begeisterung für den Fahrzeugbesitz und das Autofahren, wobei jeder zweite Befragte angibt, dass er wegen der Pandemie jetzt lieber ein Auto besitzt“, kommentiert Martin Verrelli, Managing Director Deutschland bei CarNext, die Studienergebnisse.

Indes gab es 2020 auch drei Städte, in denen der Pkw-Bestand sank: Wolfsburg, Ingolstadt und München – die Stammsitze von Volkswagen, Audi und BMW. Der Chef des Center Automotive Research (CAR), Ferdinand Dudenhöffer, vermutet, dass zahlreiche Dienstwagen kurzfristig aus dem Verkehr gezogen wurden, da viele leitende Angestellte der Autobauer aus dem Homeoffice gearbeitet haben. „Man kann im Verlauf des Jahres 2021 damit rechnen, dass der Schwund wieder ersetzt wird", prognostiziert er.

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