Ein Mann steht vor einem autonomen Robotaxi der GM-Tochter Cruise.

Branchenexperten rechneten schon lange damit, dass es eine Bereinigung unter den vielen Entwicklern von Roboterauto-Technik geben wird. Bild: Cruise

| von Fabian Pertschy

Die General Motors-Tochter Cruise übernimmt den Konkurrenten Voyage, der mehrere Senioren-Wohnsiedlungen in den USA mit Robotaxi-Diensten versorgte. Ein Kaufpreis wurde bei der Ankündigung am Montag nicht genannt. Cruise bereitet gerade den Start eines Robotaxi-Angebots im komplexen Stadtverkehr von San Francisco vor.

Branchenexperten rechneten schon lange damit, dass es eine Bereinigung unter den vielen Entwicklern von Roboterauto-Technik geben wird, seit einigen Monaten häufen sich die Deals. So wurde das Start-up Zoox von Amazon gekauft, Uber stieg aus der Entwicklung eigener Technologie zum autonomen Fahren aus und gab den Bereich an die Roboterauto-Firma Aurora ab.

Cruise stellte Prototypen eines Robotaxis vor

„Es ist schwer, Technologie zum autonomen Fahren auf die Beine zu stellen - aber es ist noch schwerer, ein nachhaltiges Geschäft mit selbstfahrenden Fahrzeugen aufzubauen“, räumte Voyage-Chef Oliver Cameron in einem Blogeintrag ein. Die Firma kam mit lediglich rund 60 Mitarbeitern aus. Sie setzte ihre umgebauten Minivans in Senioren-Siedlungen in Florida und Kalifornien ein, in denen es gutes Wetter und nur wenig Verkehr gibt.

Cruise hingegen habe finanzielle Ressourcen und Partner in der Autobranche, betonte Cameron. Die Firma besorgte sich bereits rund acht Milliarden Dollar unter anderem von der Mutter General Motors und Honda. Cruise testet seit Jahren zu Roboterautos umgebaute Elektro-Chevrolets in San Francisco und stellte vor gut einem Jahr den Prototypen eines Taxis der Zukunft ohne Platz für einen Fahrer vor.

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