Beim bidirektionalen Laden reizt der Vorteil einer autarken Stromversorgung die Befragten.

Durch Smart Charging erhofft man sich auf Dauer das Stromnetz zu entlasten und die Energiewende vorantreiben zu können. (Bild: Adobe Stock / Have a nice day)

Der Uscale-Befragung von rund 1.800 Besitzern von E-Autos zufolge würden ungefähr 30 Prozent auf das netzdienliche Laden warten, um vor allem von den Kostenvorteilen profitieren zu können. Speziell das bidirektionale Laden beispielsweise in Verbindung mit der eigenen Photovoltaik-Anlage als autarke Stromversorgung sei von großem Interesse. Hier würden die Befragten im Vergleich zum Kauf eines eigenen Stromspeichers deutliche Vorteile sehen. Auf der Seite der Nachteile stünden hingegen hohe Investitionskosten und eine unklare, technische Zuverlässigkeit. Beispielsweise müssten Autohersteller klarmachen, wie sich das Smart Charging langfristig auf die Lebensdauer des Akkus auswirkt.

Vehicle-To-Load kommt gut an

Im Sonderfall des Vehicle-To-Load („V2L“) kann die gespeicherte Energie in der Autobatterie als Stromversorgung für diverse Anwendungszwecke genutzt werden. 50 Prozent der Befragten gaben an, hierin eine nützliche Funktion in vielerlei Bereichen zu sehen. Beim netzdienlichen Laden stellen außerdem variable Tarife ein spezielles Instrument dar. Hierbei steuert der Energieversorger die Preise je nach Stromverfügbarkeit und will somit bei hoher Verfügbarkeit eine hohe Nachfrage durch niedrige Preise generieren. Die Teilnehmer der Studie zeigten sich diesem Modell gegenüber trotz möglichem Kostenvorteil zurückhaltend, da hier die Stromtarife zu intransparent gestaltet wären.

Warum Nutzer Smart Charging kritisch sehen

Trotz der genannten Vorteile scheinen nicht alle Nutzer von E-Autos daran interessiert, mittels Smart Charging das Stromnetz zu entlasten oder die Energiewende zu erleichtern. Uscale hat hier festgestellt, dass Incentives mit Bezug zum Laden selbst gegenüber anderen Credits wie zum Beispiel Payback-Punkten bevorzugt werden.  Das Meinungsbild bleibt eher kritisch: Den Befragten zufolge erfüllt keiner der Anbieter die nötigen Voraussetzungen zur reibungslosen Integration des intelligenten Lademanagements wie beispielsweise ausreichendes Knowhow oder vertrauenswürdiger Umgang mit sensiblen Daten.

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