| von ortlepp

Die Einführung von Projektmanagement(PM)-Software stößt offenbar auf erhebliche Probleme.  Fast die Hälfte der Unternehmen (41 Prozent) würde sich nicht noch einmal für die ausgewählte Software entscheiden. Hauptgrund: Rund ein Drittel der Anwender akzeptiert die Lösung nicht. Bei einer durchschnittlichen Implemen-tierungsdauer von fast einem Jahr sowie Kosten von etwa 350 000 Euro (bei 100 Anwendern) wird deutlich, wie viel Geld Unternehmen dadurch verbrennen. Das sind die Ergebnisse der aktuellen Studie „Erfolgsfaktoren Projektmanagement-Software“, die die parameta Projektberatung unter gut 200 Anwendern von PM-Software durchgeführt hat.

Gut ein Viertel der befragten Unternehmen wählt eine Lösung aufgrund persönlicher Empfehlungen und eigenen Marktbeobachtungen aus. Immerhin 38 Prozent führen einen Auswahlprozess mit Anforderungsdefinition, Angebotseinholung und Teststellung durch. So definieren sie zwar die Anforderungen an das System, nicht aber dessen Alltagstauglichkeit. Die Folge: Die Unternehmen haben keinen ausreichenden Überblick über die gut 400 Standardlösungen, die derzeit auf dem Markt sind. „Nach dem Motto ‚Big is beautiful‘ wird mächtige Software bekannter Hersteller bevorzugt, da Anwender das Vorhandensein von Funktionalitäten hier voraussetzen – häufig zeigt sich später, dass diese in Wirklichkeit gar nicht vorhanden sind“, erläutert Ulrich Rötzer, Senior Projektberater und Leiter der Studie. „Ergebnis ist eine überladene, zu komplexe Lösung mit geringer Anwenderfreundlichkeit, die die spezifischen Anforderungen nicht erfüllt.“

Wie die Ergebnisse zeigen, bieten externe Partner wie Beratungshäuser und Implementierungsunternehmen Unterstützung: Firmen, die ihre Software-Einführung mit Hilfe von Beratungshäusern durchgeführt haben, waren zu 90 Prozent zufrieden. Zeichnete die interne IT-Abteilung für die Einführung verantwortlich, lag die Zufriedenheit bei gerade einmal 26 Prozent.

Bei über einem Drittel der befragten Unternehmen scheitert die Einführung der PM-Software am völlig fehlenden oder mangelhaften Projektmanagement für den Einführungsprozess. Die unprofessionellen Vorgehensweisen führen dazu, dass 30 Prozent der Anwender die Software nicht akzeptieren. Nach den Erfahrungen der parameta Projektberatung wird ein gescheitertes Projekt häufig totgeschwiegen, die Anwender lehnen spätere Versuche einer neuerlichen Software-Einführung meist ab.

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