Audi setzt in Neckarsulm Drohnen zur Fahrzeuglokalisierung ein

Steffen Conrad, Projektleiter im Bereich Innovationsmanagement überwacht die Drohne, die autonom die Versandflächen am Standort Neckarsulm überfliegt. Bild: Audi

| von Götz Fuchslocher

Das Fluggerät überfliegt autonom die Fahrzeugversandflächen am Audi-Standort Neckarsulm. Die Drohne erkennt und speichert mittels GPS- und RFID-Technologie die genaue Position aller überflogenen Fahrzeuge und unterstützt damit die Audi-Mitarbeiter bei der Planung der erforderlichen Schritte von der Fertigstellung der Autos bis zum Versand an die Kunden. Der Standort mit den vielen verschiedenen Modellen, die dort gebaut werden, ist Angaben Audis zufolge einer der komplexesten im Volkswagen-Konzern.

Dies mache eine genaue Auftragsplanung besonders herausfordernd. „Die schnelle Lokalisierung der Fahrzeuge schafft eine noch höhere Prozessqualität und ist ein weiterer Baustein auf dem Weg zur digitalen Produktion. Die Drohne unterstützt uns dabei aus einer völlig neuen Perspektive. Unsere Erfahrungen werden wir nun mit anderen Audi-Standorten und im VW-Konzern teilen“, erklärt Steffen Conrad, Projektleiter im Bereich Innovationsmanagement am Audi-Standort Neckarsulm.

Der speziell entwickelte Hexacopter – eine Drohne mit sechs Propellern – fliegt auf vordefinierten Routen in rund zehn Metern Höhe über die Fahrzeugversandflächen und lokalisiert die dort geparkten Autos ortsgenau. Die Drohne liest mithilfe eines RFID-Readers jedes Fahrzeug beim direkten Überflug aus und speichert die ermittelte GPS-Position. Sobald das Fluggerät gelandet ist, werden die Daten über W-LAN automatisch in eine Datenbank übertragen. Das Ergebnis wird nach dem Flug dann auf einer digitalen Landkarte für die Mitarbeiter dargestellt.

Das Pilotprojekt wird aktuell in eine dauerhafte Serienerprobung überführt, bei der die Experten am Standort Neckarsulm weitere Erfahrungen sammeln. Der Einsatz von Drohnen zur Fahrzeuglokalisierung ist laut dem OEM auch an anderen Audi-Standorten denkbar.

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