Autobauer planen Aufbau lokaler 5G-Netze

In der Produktion von morgen könnten 5G-Netzwerke eine zentrale Rolle spielen. Die Autobauer möchten diese allem Anschein nach selbst aufbauen. Bild: Audi

| von Werner Beutnagel

Dem Bericht zufolge haben Audi, Daimler und BMW, sowie verschiedene Unternehmen aus anderen Branchen bei der Bundesnetzagentur Interesse an lokalen Frequenzen für die Nutzung von 5G angemeldet. „Wir werden eine Industrie-Lizenz beantragen und ein werkinternes 5G-Netz aufbauen“, zitiert der Spiegel Arjen Kreis, Leiter der Automatisierungstechnik Karosseriebau bei Audi. Dies sei unter anderem wegen des Schutzes von Geschäftsgeheimnissen und intellektuellem Eigentum nötig. Daimler hingegen begründet den Wunsch nach eigenen 5G-Netzwerken mit der Notwendigkeit geringer Latenzen bei der Steuerung von Robotern auf dem Produktionsgelände.

Bei den Netzbetreibern stößt der Vorstoß der Autounternehmen auf wenig Gegenliebe. Eine Frequenzzuteilung auf Antrag und ohne Auktion mache Investitionen für Unternehmen wie Vodafone „weniger attraktiv, kalkulierbar und zukunftsfähig“, zitiert der Spiegel Unternehmenschef Hannes Ametsreiter. Zudem könnten auch abseits der Werksgelände neue Wettbewerber entstehen.