KI

Das Start-up Erium hat den Gründerfonds HTGF, Bayern Kapital und die SAR Elektronic GmbH als Investoren gewonnen.

| von Jonas Rosenberger

Die Softwarelösung „HALerium“ des Jungunternehmens aus Garching bei München kann komplexe Fertigungs- und Montageprozesse auch mithilfe geringer Datenmengen modellieren und optimieren. Die KI-Lösung ermöglicht es den Prozessverantwortlichen (beispielsweise Ingenieuren oder Produktionsleitern) Modelle selbstständig auf Basis ihres Domänenwissens zu erstellen. Die Software unterstützt damit beim Verständnis der bestehenden, komplexen Abläufe und macht diese für alle Beteiligten objektiv nachvollziehbar.

HALerium wird in bestehende Softwareprodukte integriert, die beim jeweiligen Unternehmen bereits im Einsatz sind, und prognostiziert darin sowohl das Ergebnis einzelner Steuerungsentscheidungen als auch unerwünschte Endresultate (zum Beispiel materialbedingte Ausschussmengen). In der Folge können in Echtzeit konkrete Handlungsempfehlungen zur Optimierung der jeweiligen Prozesse gegeben werden.

„Industrielle Fertigungsprozesse werden immer komplexer. In der Produktion führt diese zunehmende Komplexität zu fehlerhaften Maschineneinstellungen, steigenden Fehlerquoten, Nacharbeit und einem erhöhten Ressourcenverbrauch. Machine-Learning-Modelle und künstliche Intelligenz können dem entgegenwirken, scheitern in der Praxis aber häufig an unzureichender Datenbasis und -qualität. Auch sind die Prozesse oft intransparent und für die Mitarbeiter nicht nachvollziehbar. Die Erstellung solcher Modelle durch Data Scientists ist zudem meist kostspielig und langwierig“, schreibt das Unternehmen.

Unter anderem nutze BMW bereits HALerium in einer Fertigungsstraße und mit einem weiteren namhaften Fahrzeughersteller sei das Unternehmen zurzeit im Gespräch. Auch bei Festo SE (Steuerungs- und Automatisierungstechnik) und der Meissner AG (Werkzeugbau) ist die Software im Einsatz, so Erium. Mit dem Geld aus der nun abgeschlossenen Finanzierungsrunde plant Erium, vor allem in die Akquise weiterer Mitarbeiter sowie in die Weiterentwicklung seiner Produkte zu investieren.

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