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Die Produktion des 3er ist in München gerade erst angelaufen. Nun bereitet man sich bei BMW auf die Fertigung des vollelektrischen i4 vor. Bild: BMW

| von Pascal Nagel

Das Geld investiert BMW ab dem kommenden Jahr in Gebäude, Fertigungsanlagen sowie in Logistiksysteme, um die Serienfertigung des i4 vorzubereiten. „Ein vollelektrisches Fahrzeug bei laufender Fertigung in ein bestehendes Produktionssystem zu integrieren, ist eine echte Herkulesaufgabe“, sagt der neue Werkleiter Robert Engelhorn.

Vor allem im Karosseriebau und in der Fahrzeugmontage erfordert die Integration des i4 umfangreiche Maßnahmen. So unterscheidet sich etwa das Karosserie-Konzept des Fahrzeugs ganz erheblich von den Architekturen der bislang im Werk München produzierten Modelle. Beispielsweise benötigt die Batterie des E-Autos im Karosseriebau eine nahezu komplett eigenständige Bodengruppe samt Hinterbau.

Aufgabe der Planungsspezialisten sei es nun, die komplex verketteten Produktionslinien so zu gestalten, dass die mehr als 1.000 Roboter nicht nur die Karosserien des 3er, 4er und M4 fertigen können, sondern zugleich die Spezialkarosserie des BMW i4, heißt es aus München.

Auch für die Montageplanung ist der i4 eine Herausforderung: Um den Hochvoltspeicher ins Fahrzeug einbauen zu können, müssen die Planer umfangreiche und platzintensive Förder- und Anlagentechnik in der Münchner Werkshalle unterbringen.

Bei BMW hat man sich trotz der Herausforderungen bewusst dazu entschieden, keine separaten Fertigungsstrukturen für E-Autos aufzubauen und stattdessen auf die Produktion auf einer Linie zu setzen. „Ein zukunftsfähiges Produktionssystem besitzt ein Höchstmaß an Flexibilität, um auf Volumenschwankungen und heute noch nicht konkret vorhersehbare Marktentwicklungen reagieren zu können“, so Engelhorn.