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BMW plant einzelne Arbeitsbereiche in der Fertigung mithilfe von Virtual Reality. Bild: BMW

| von Pascal Nagel

Eingesetzt wurde das VR-Tool etwa bei der Cockpitvormontage des neuen 3ers in München. Planer für Gebäude, Anlagen, Logistik und Montage konnten zusammen mit Produktionsmitarbeitern den neuen Fertigungsbereich vollständig virtuell beurteilen und die neuen Abläufe in 3D proben. Währenddessen konnte die Produktion der bisherigen Cockpits uneingeschränkt weiterlaufen. 

„Zeitraubende Probeaufbauten, die den Arbeitsplatz real in seiner ganzen Größe nachstellen, waren nicht mehr nötig“, erklärt Matthias Schindler, verantwortlich in der BMW Group für Virtuelle Planung und Inbetriebnahme in der Produktion. „Und dass sich nun alle beteiligten Bereiche vom Logistiker über den Anlagenplaner bis zum Mitarbeiter in der Produktion frühzeitig und unkompliziert austauschen konnten, war für das Team ein ganz besonderer Gewinn. Wir waren insgesamt transparenter, flexibler und schneller.“

Basis für die Lösung ist der digitale Zwilling der Fabrik: Seit mehreren Jahren erfasst BMW reale Strukturen ihrer Werke digital mit speziellen 3D-Scannern und hochauflösenden Kameras. Damit steht ein dreidimensionales Abbild der Produktion in Form einer sogenannten Punktwolke zur Verfügung. Bei der Planung zukünftiger Arbeitsplätze oder ganzer Montagehallen kombinieren die Fachbereiche nun die vorhandenen Daten mit einer virtuellen Bibliothek, die etwa Regale, Gitterboxen, Kleinladungsträger und weitere besonders gebräuchliche Betriebsmittel enthält.

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