Entscheider wünschen sich Quantencomputing

Das Quantencomputing gilt derzeit noch als Zukunftstechnologie, hat jedoch immenses Disruptionspotential. Bild: D-Wave Systems

| von Werner Beutnagel

Dies geht aus einer PAC-Studie im Auftrag von Fujitsu hervor. 81 Prozent der befragten Entscheider sind sich demnach sicher, dass Quantencomputing in Zukunft eine disruptive Rolle spielen wird. Vor allem in volatilen Märkten erhoffen sich die Unternehmenslenker einen Wettbewerbsvorteil durch die neue Technologie.

Jedoch halten viele Entscheider das Thema Quantencomputing noch für Zukunftsmusik: Die Hälfte der 300 befragten Führungskräfte großer und mittlerer Unternehmen geht nicht davon aus, dass es innerhalb der nächsten Dekade markt- und mainstreamfähige Lösungen geben werde, so die Studie. Gleichzeitig ist mit 89 Prozent eine deutliche Mehrheit der Ansicht, dass aktuelle Lösungen kaum noch ausreichen, um eine ernsthafte kombinatorische Optimierung zu realisieren, also die bestmögliche Lösung aus einer Vielzahl möglicher Optionen zu identifizieren. Zwei Drittel der Befragten suchen bereits nach entsprechenden Optimierungslösungen abseits der schwer prognostizierbaren Entwicklung im Quantencomputing.

„Ob Angst oder Hoffnung: Disruption ist in aller Munde. Gerade in den Chefetagen der Unternehmen ist man sich dessen sehr bewusst und sehnt die Marktreife von Quantencomputing-Lösungen herbei – die allerdings bis zur Marktreife noch einige Zeit benötigen werden“, kommentiert Rupert Lehner, Head of Central Europe, EMEIA Products & Platform Enterprise Services bei Fujitsu. Das IT-Unternehmen bietet unter anderem den Digital Annealer an, eine Brückentechnologie, die vom Quantencomputing inspirierte Mechanismen auch auf traditionellen IT-Architekturen ermöglichen soll. Bei einem nicht namentlich genannten Autohersteller in Europa sei die Technologie bereits im Einsatz, um die Robotik in der Fertigung zu optimieren, so Fujitsu.

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