Logistik-Player kooperieren kaum mit Startups

In der Logistik bleiben Kooperationen zwischen etablierten Unternehmen und Startups deutlich seltener als in anderen Branchen.

| von Werner Beutnagel

So sagen 9 von 10 Unternehmen (89 Prozent), die Waren transportieren, dass sie im Logistikbereich überhaupt nicht mit Startups zusammenarbeiten. Vor zwei Jahren war der Anteil praktisch genauso hoch (90 Prozent), wie eine Studie des ITK-Verbandes Bitkom aufzeigt. 

„Die Digitalisierung bietet gerade für die Logistik enorme Chancen. Dabei geht es nicht alleine darum, Kosten zu sparen, sondern zum Beispiel auch darum, den CO2-Ausstoß zu senken und so die Umwelt zu schützen“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Von der Kooperation zwischen Logistikern und Startups, die bei Technologien wie Künstliche Intelligenz, Blockchain oder Datenanalyse weit vorne sind, profitieren beide Seiten – und sie leistet langfristig einen Beitrag, die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Logistikbranche zu sichern und auszubauen.“

Gerade einmal drei Prozent der Befragten geben an, gemeinsam mit Startups Produkte oder Services im Logistikbereich zu entwickeln, 2017 waren es noch vier Prozent. Nur zwei Prozent sind an entsprechenden Jungunternehmen beteiligt. Fünf Prozent kooperieren auf andere Art und Weise mit Startups, etwa im Rahmen von Gründerwettbewerben.

Damit sind Logistik-Unternehmen in der Zusammenarbeit mit Startups deutlich zurückhaltender als in anderen Branchen. So geben industrieübergreifend elf Prozent der Unternehmen mit 20 oder mehr Mitarbeitern an, dass sie gemeinsam mit Jungunternehmen neue Produkte oder Services entwickeln.

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