Aktuelle Themen aus dem Automobilbereich stellte die Bundesvereinigung Logistik jetzt beim 29. Deutschen Logistik-Kongress in den Mittelpunkt – so die Auswirkung der E-Mobility auf die Lieferketten und der globale Einsatz einer mobilen Fabrik.

Der Bau von Elektroautos erfordert neue Materialien und Montagestrukturen, wie Professor Helmut Schramm,  Leiter Produktion Elektrofahrzeuge bei BMW, auf dem Kongress erklärte. Die Karosserie der bald in Serie  produzierten Elektroautos i3 und i8 wird zu einem großen Teil aus Carbonfasern gefertigt. Die Carbonherstellung  findet in Japan statt, die Weiterverarbeitung in den USA und die Montage in Deutschland – eine logistische Herausforderung.

Als Antwort auf die logistischen Herausforderungen im Zeichen der Globalisierung entwickelte das Technologieunternehmen Schlemmer eine mobile Produktion, die in einem Container per Lkw weltweit verlagert werden kann. Die für die Automobilindustrie gefertigten Wellschläuche der Schlemmer AG können so ortsunabhängig und zeitlich flexibel hergestellt werden.

Durch die Produktion direkt vor Ort beim Kunden verkürzt sich die Wiederbeschaffungszeit der Bauteile, Lagerhaltungskosten werden gesenkt und Transportwege reduzieren sich auf ein Minimum.

Mit der Mobilen Fabrik muss nur das für die Herstellung benötigte Material transportiert werden, das im Vergleich zum fertigen Wellschlauch weitaus weniger Volumen hat. Die mobile Produktionsstätte eignet sich daher besonders für Flächenländer wie Russland, China, Indien und die USA mit langen Anfahrtswegen und den damit verbundenen hohen Logistikkosten.

Für die Produktion just-in-time oder just-in-sequence ist es aber unerlässlich, dass Zulieferer den Automobilherstellern in neue Märkte folgen und in unmittelbarer Nähe ihre Niederlassungen ansiedeln. Die Globalisierung ist bei weitem noch nicht abgeschlossen: Dr. Robert Ivisic etwa, Abteilungsleiter Logistikprozessplanung bei der Daimler AG, erwartet in China ein Wachstum von 220 Prozent im Premiumsegment für die kommenden Jahre.

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