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Opel nutzt für die Montage des Adam bereits bis zu 40 Werkzeuge aus dem 3D-Drucker. Bild: Opel

| von Pascal Nagel

Um Werkzeuge für die Automobilproduktion maßgeschneidert auf die jeweilige Montagesituation herstellen zu können, setzt Opel vermehrt auf Montagehilfen aus dem 3D-Drucker. Insgesamt 40 solcher Werkzeuge kommen bereits bei der Produktion des Opel Adam und des Adam Rocks in Eisenach zum Einsatz.

Bei der Fertigung des Adam Rocks, der im September auf den Markt kommt, nutzen die Eisenacher Autobauer beispielsweise eine per 3D-Drucker gefertigte Montagelehre – also eine vorgegebene, feste Form – zum Anbringen des Fahrzeug-Schriftzugs an den hinteren Seitenscheiben. An der Windschutzscheibe kommt zudem eine gedruckte Einführhilfe zum Einsatz, die deren Montage vereinfacht und dabei hilft, sie exakt auszurichten.

Die Werkzeuge wurden bereits während der Entwicklungsphase des Adam Rocks am Computer entworfen. „Das ermöglicht uns eine schnelle Anpassung der Teile. Ändert sich etwas am Fahrzeug, können wir mit ein paar Klicks auch das Werkzeug umformen“, erklärt Sascha Holl, Virtual Simulation Engineer bei Opel. „Das 3D-Druckverfahren ermöglicht es uns, jede erdenkliche Form und Kontur herzustellen, wir müssen hier keine Einschränkungen wie bei der konventionellen Fertigungstechnik hinnehmen.“

Beim 3D-Druck wird Kunststoff geschmolzen und schichtweise aufgebaut. Jede Lage ist einen Viertel Millimeter dick, Hohlräume oder Überhänge werden vollautomatisch von der 3D-Software mit einem Füllmaterial ausgekleidet, das später einfach entfernt werden kann. Bisher wurden die in geringer Stückzahl in der Fertig- und Endmontage benötigten Montagelehren mit einer gefrästen Negativform und Harz aufwendig per Hand hergestellt. Dank des 3D-Drucks reduzieren sich bei solchen Hilfsmitteln nun die Fertigungskosten deutlich, so Opel. Die gedruckten Arbeitsgeräte seien zudem bereits nach rund acht Stunden einsatzbereit und um bis zu 70 Prozent leichter.

In Zukunft sollen immer mehr 3D-Montagewerkzeuge in den Produktionsprozess integriert und ihre Anwendung sukzessive auf weitere Opelmodelle ausgeweitet werden, so Holl.

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