Frau sitzt im Porsche und hat Smartphone in der Hand.

Porsche-Kunden sollen künftig mehr über die Ursprünge der für das eigene Auto verwendeten Materialien erfahren. Bild: Circularise

| von Yannick Tiedemann

Der schwäbische Sportwagenbauer arbeitet in diesem Projekt mit dem Spezialisten Circularise und neuerdings auch mit den Unternehmen Borealis, Covestro und Domo Chemicals zusammen. Oberstes Ziel sei es, so die Partner, die Verwendung nachhaltiger Werkstoffe in Porsche-Fahrzeugen nachzuweisen und dessen CO2-Fußabdruck bestimmen zu können.

Laut Antoon Versteeg, Projektleiter Innovationsforschung bei Porsche, "müssen wir mehr Details über die Teile und Werkstoffe wissen, die in unseren Produkten verwendet werden, das heißt Informationen über die Produktionsprozesse tief in der Lieferkette, Angaben zum Recycling-Gehalt und mehr.“

Basis für dieses Vorgehen ist eine Blockchain-Anwendung des Unternehmens Circularise. Materialchargen von den am Projekt beteiligten Lieferanten wurden in der Blockchain digitalisiert und erhielten so einen digitalen Zwilling. Diese digitale Datenkopie soll alle relevanten Informationen über die Charge enthalten - etwa ihren ökologischen Fußabdruck und ihre Herkunft. Dieser digitale Faden habe Transparenz unter den Projektpartnern geschaffen, was zu einer verbesserten Zusammenarbeit entlang der Lieferkette geführt habe, heißt es.

Dafür musste die Materialcharge zuvor jedoch von einer unabhängigen Drittpartei geprüft werden, damit sichergestellt ist, dass das Material und die damit verbundenen Behauptungen der Wahrheit entsprechen. Nach erfolgreicher Zertifizierung und Digitalisierung der Materialien sollen die beteiligten Akteure entlang der Lieferkette nun den digitalen Zwilling, der die physische Lieferkette nachahmt und die Herstellungsprozesse entlang des Produktlebenszyklus widerspiegelt, laufend aktualisieren können.

Der Ansatz soll Autobauern bessere Entscheidungen für kommende Fahrzeuggenerationen ermöglichen sowie das Recycling von Altfahrzeugen optimieren. Und nicht zuletzt wollen die Projektpartner so die Umweltauswirkungen über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg reduzieren.

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