Škoda hat die Just-in-sequence-Anlieferung vom Teilelager direkt ins Werk verlegt

Kvasiny ist das erste Werk von Škoda, das im Bereich der Lagerlogistik die Just-in-Sequence-Anlieferung vom Teilelager direkt ins Werk verlegt. Bild: Škoda

| von Götz Fuchslocher
Die Beschäftigten im Škoda-Werk Kvasiny tragen ein spezielles Armband, das bei Gefahr mit einem deutlich wahrnehmbaren Vibrationsalarm warnt.
Die Beschäftigten im Werk tragen ein spezielles Armband, das vor Kollisionen mit Gabelstaplern warnt. Bild: Škoda

Škoda produziert im Werk Kvasiny die Modelle Karoq, Kodiaq, Superb sowie den Superb iV mit Plugin-Hybridantrieb. An seinem Standort verlagert der OEM beim Starterbatterie-Handling seit Juli nun die Anlieferung der Teile in der Reihenfolge ihres Einbaus vom Lager in die Fertigungshalle. Insgesamt habe man dafür 450.000 Euro investiert und das System bereits zur Patentierung angemeldet, heißt es. Im Bereich der Arbeitssicherheit kann der Automobilhersteller In Kvasiny zudem ein weiteres Novum verkünden, da dort nun Gabelstapler mit Ortungsgeräten zum Einsatz kommen. Diese sollen es ermöglichen, frühzeitig andere Gabelstapler zu identifizieren, die ebenfalls mit einem solchen System ausgestattet sind. Die Beschäftigten im Werk tragen ein spezielles Armband, das nach demselben Prinzip funktioniert und bei Gefahr mit einem deutlich wahrnehmbaren Vibrationsalarm warnt. Erkennt das Ortungsgerät andere Gabelstapler oder Mitarbeiter, verringern die Maschinen automatisch das Tempo oder halten bei Bedarf selbsttätig an.

Einsatz an zahlreichen weiteren Arbeitsstationen möglich

Die Starterbatterien stehen in Kvasiny in der Nähe der Einbaustation auf Paletten bereit und werden anders als bei herkömmlicher Sequenzierung nicht erst in der Reihenfolge des Einbaus aus dem Teilelager geholt. Um die richtigen Teile für das aktuell montierte Fahrzeug zu identifizieren, scannt der Roboter die Batterien mit einer Spezialkamera. Anschließend platziert er die Starterbatterien in Transportwagen, die direkt an die Fertigungslinie fahren. Parallel kann der Roboter leere Paletten und Transportverpackungen stapeln und bei Bedarf neue Paletten mit Starterbatterien aus dem Lager ordern. Er bewegt sich mithilfe einer mobilen Spurführung und ist dabei rundum durch ein Sicherheitsnetz abgeschirmt. Der Handling-Roboter lässt sich Angaben Škodas zufolge durch verhältnismäßig geringe Anpassungen der Hardware auch an vielen weiteren Arbeitsstationen einsetzen, an denen Prozesse nach dem Prinzip der Sequenzierung ablaufen. In der Produktion und Logistik plane man daher künftig noch stärker auf solche Systeme zu setzen, heißt es.

David Strnad, Leiter Markenlogistik bei Škoda Auto, betont: „Die Just-in-Sequence-Anlieferung von Teilen an die Produktionslinie setzt das reibungslose Funktionieren hochkomplexer Abläufe voraus. Durch den Einsatz des neuen Handling-Roboters am Standort Kvasiny optimieren wir diese Prozesse für eine effizientere und damit noch präzisere und letztlich schnellere Fertigung. Gleichzeitig erhöhen wir durch diese Technologie aus dem Bereich der Industrie 4.0 die Arbeitssicherheit im Werk und steigern zusätzlich die Ergonomie der Arbeitsplätze für die Belegschaft vor Ort.

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