Škoda Logistik optimiert mit einer KI-App die Containernutzung

Eine App berechnet, wie und in welcher Menge die verschiedenen Palettentypen verladen werden müssen, um das Volumen des Containers optimal auszunutzen. Bild: Škoda

| von Götz Fuchslocher

Bei Škoda greifen die Logistik-Experten bei der Beladung von 40-Fuß-Seecontainern auf die KI-App Optikon zurück, die durch jedes Beladen lernt und auf die Erfahrung der Mitarbeiter im Teilelager zurückgreift. Die App berechnet, wie und in welcher Menge die verschiedenen Palettentypen verladen werden müssen, um das Volumen des Containers optimal auszunutzen. Allein im ersten Halbjahr 2020 habe man auf diese Weise 151 Containertransporte und 80 Tonnen CO2-Emissionen eingespart, teilt der Autohersteller mit. Die Logistikabteilung setzt Optikon seit November 2019 insbesondere bei der Beladung von Containern mit dem Ziel Nischni Nowgorod ein. Neben Karosserieteilen werden von Mladá Boleslav auch Prozessmaterialien wie etwa Klebstoffe nach Russland verschickt.

Die von Škoda Auto Logistik und Škoda IT gemeinsam entwickelte App Optikon, deren Name sich aus "OPTImierung" und dem tschechischen Wort "KONtejner" zusammensetzt, ermittelt die effizienteste Platzierung unterschiedlich großer Paletten, wie sie im Teilelager zum Versand bereitstehen. Technisch findet das Programm auf Basis mathematischer Methoden verschiedene Lösungen für das sogenannte "Rucksackproblem" aus dem Bereich der Kombinatorik. Es befasst sich mit der Frage, wie bestimmte Objekte optimal in einen begrenzten Raum eingepasst werden können. Während hierzu beim klassischen Rucksackproblem nur das Gewicht und der Wert der Packstücke einbezogen werden, berücksichtige Optikon zusätzlich die Parameter Grundfläche und Volumen des Frachtguts sowie das Timing des Versands.

"Das Projekt Optikon vereinfacht die Arbeit der Mitarbeiter im Teilelager, gleichzeitig senken wir unsere Transportkosten. Außerdem reduzieren wir die CO2-Emissionen, weil wir nur noch komplett gefüllte Container auf die Reise schicken. Optikon wirkt sich damit auch positiv auf unsere Umweltstrategie ,Green Future‘ aus“, sagt David Strnad, Leiter Markenlogistik bei Škoda Auto. Klaus Blüm, Leiter Škoda IT, ergänzt: "Bei den Kalkulationen, wie sich die jeweiligen Packstücke so platzieren lassen, dass das Volumen des Containers optimal genutzt wird, bezieht die App bis zu 400 Palettentypen ein. Zusätzlich berücksichtigt das Programm eine ausgewogene Gewichtsverteilung und prüft, ob die Fracht zum richtigen Zeitpunkt verschickt wird.

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